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BRANDON FLOWERS - The Desired Effect

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Artist BRANDON FLOWERS
Title The Desired Effect
Homepage BRANDON FLOWERS
Label ISLAND
Leserbewertung
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10.0/10 (1 Bewertungen)

Artist: BRANDON FLOWERS

Sieht so aus, als hätte BRANDON FLOWERS mal wieder eine Schaffenspause bei den KILLERS kreativ genutzt. Wie schon 2010 bei seinem Solo-Debüt „Flamingo“, scheint der KILLERS-Fronter zwischendurch auch mal seinen ureigenen Ideen nachgehen zu wollen. Wobei der Mann, der als Stilikone gilt und 2005 mit dem NME Magazine Award als „best dressed“ und „sexiest man“, sowie 2008 bei den GQ-Awards mit dem Titel des „most stylish man“ ausgezeichnet wurde, durchaus gern die Hilfe von Kollegen in Anspruch nimmt.

So war er mit dem Produzenten Ariel Rechtshais (HAIM, VAMPIRE WEEKEND, CHARLIE XCX) im bandeigenen Battle Horn Studio in Las Vegas und es gab für „The Desired Effect“ Kollaborationen mit Neil Tennant (PET SHOP BOYS), Danielle HAIM (HAIM), Joey Waronker, Kenny Aronoff und Bruce Hornsby. Mal ganz davon abgesehen, dass sich Mr. Flowers für „I Can Change“ bei der BRONSKI-BEAT-Hymne „Smalltown Boy“ bedient hat, was ganz wesentlich den Sound dieser eingängigen Nummer beeinflusst. Mit der ersten Single-Auskopplung „Can’t Deny My Love“ serviert Brandon radiotauglichen Synthie-Pop – nicht unbedingt die Art von Indie-Rock, die sich KILLERS-Fans der ersten Stunde wünschen würden. Gleichwohl knüpft der Bandvorstand, der auch die Keyboard-Tasten und Bass-Saiten bearbeitet, ziemlich nahtlos an die Klangfarben seines Solo-Debüts „Flamingo“ an. In diesem Sinne schließt sich auch das rhythmusbetonte „Still Want You“ an, bevor „Between Me And You“ sanftere, perlende Töne anschlägt. Mit tanzbarem Schwung übernimmt „Lonely Town“, während „Diggin’ Up The Heart“ mit Saxofon-Gebläse temperamentvoll im Eighties-Style Tempo macht. Der Groove erinnert mich ein wenig an selige „Footloose“-Zeiten, ehe das ruhige „Never Get You Right“ den Keys Raum gibt und „Untangled Love“ abermals auf den Dancefloor bittet. Hier fühlt sich auch der Opener „Dreams Come True“ mit seinen opulenten Bläsern wohl, wohingegen beim finalen „The Way It’s Always Been“ erneut leise Klänge voller Emotionen angesagt sind.

Wie schon „Flamingo“ ist auch „The Desired Effect” gefällige Unterhaltung, die durchaus ins Radio passt und nicht zu viele Ecken und Kanten mitbringt. Von einem Smasher wie den THE-KILLERS-Hitsingles „Mr. Brightside“, „Human” oder auch „Runaways” sind die Stücke auf dem aktuellen Silberling allerdings dann doch weit entfernt. Wer „Flamingo“ mochte, macht aber mit „The Desired Effekt“ nichts verkehrt und vielleicht war das auch schon das gewünschte Resultat bei der ganzen Geschichte, um mal beim Titel zu bleiben.

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