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BRETT HUNT - Dangerous Currents

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Artist BRETT HUNT
Title Dangerous Currents
Homepage BRETT HUNT
Label TONETOASTER
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“Dangerous Currents” ist das dritte Album des australischen Singer-Songwriters BRETT HUNT, der am schönen Bondi Beach in Sydney zuhause ist. Dort gibt es vermutlich auch gefährliche Strömungen, und wenn man die melancholischen Songs des bärtigen Musikers so hört, scheint auch down under nicht alles eitel Sonnenschein zu sein. Aufgewachsen als zweiter Drilling in einer musikalischen Familie, stellte Brett schon früh seine Liebe zur Musik fest und machte daraus mit 20 einen Beruf. Nachdem er jedoch feststellen musste, dass beim Spielen in einer Band von der Gage nichts übrig blieb, bearbeitete er seine Songs so, dass sie auch allein gespielt druckvoll klangen.

Diese Kunst hat Mr. Hunt inzwischen wahrlich perfektioniert, und so braucht es bei ihm selten mehr als eine Gitarre und seinen kratzig-rauen tiefen Gesang. Hier und da wird wie beim ruhigen Opener „Country“ oder dem nachdenklichen „Shimmer“ auch mal eine Mundharmonika in den Sound eingewoben, häufig reicht jedoch wie beim lebhaften „Fire“ oder dem rhythmusbetonten „Every Bit of Lovin’“ auch das exzellente Fingerpicking des sympathischen Aussies, um mitzureißen. Das gilt auch für die reduzierten Stücke wie „C’mon Mama“ oder „Rollin’ Tumblin’“, bei dem sowohl Akustik- als auch E-Gitarre zum Einsatz kommen. Dezente Perkussion begleitet derweil das dunkle „Connemara Rain“, während „Story To Tell“ ordentlich Tempo macht und „Piano Room“ erneut aufs Wesentliche reduziert daherkommt. Countryeske Anleihen bringt am Ende das finale „When I Know What You Know (Father And Son)“ ins Spiel – und spielt gleichzeitig auch mit bluesigen und jazzigen Elementen.

Weniger ist manchmal mehr – das beweist BRETT HUNT mit seinem Silberling „Dangerous Currents“ eindrucksvoll. Seine vielfältigen Gedanken weiß er musikalisch bestens umzusetzen und ich kann mir gut vorstellen, dass die Kids, denen er als Schauspieler in australischen Schulen Geschichten aus der Zeit ihrer Vorfahren erzählt, ebenfalls an seinen Lippen hängen. Im Winter tourt der Mann übrigens gern durch Europa – Mitte November geht’s wieder los!

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