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BRIAN LOPEZ - Prelude

VN:F [1.9.22_1171]
Artist BRIAN LOPEZ
Title Prelude
Homepage BRIAN LOPEZ
Label DUST AND STONE RECORDINGS
Leserbewertung
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„Prelude“ ist eine Sammlung von zehn Songs, die der Singer-Songwriter BRIAN LOPEZ über zwei Wochen in seinem Schlafzimmer in Tucson, Arizona geschrieben und aufgenommen hat. Das Album zeigt eine Abkehr von der großen Produktion, die auf Lopez‘ früheren Studioalben „Static Noise“ und „Ultra“ zu finden ist. Im Gegensatz dazu ist „Prelude“ ein abgespeckter, rein akustischer, furchtbar unvollkommener und unmöglich zusammenhängender Lo-Fi Klangfaden und doch eine wunderbar spontane, rohe und ehrliche Platte mit einer subtilen Wüsten-Noir-Qualität; in dem Unvollkommenheit nicht Unvollständigkeit bedeutet, wo die kleinere Idee über das große, polierte Bild herrscht.

„Die Idee hinter „Prelude“ war, nicht zu viel zu denken. Nicht überproduzieren. Immer vorwärts gehen. Eine Art Schallstrom des Bewusstseins und ein Beweis für die Vorzüge der Eingebung“, sagt Lopez. „Ich habe diese Lieder zwischen 18 und 4 Uhr morgens aufgenommen, über dem Geräusch eines rasselnden Deckenventilators und den Hörnern der vorbeifahrenden Güterzüge durch die Dunkelheit der Nacht.“ Lopez hielt Aufnahmetechniken so einfach und unmittelbar wie möglich, was zu einer direkten Verbindung zum Zuhörer führt – eine Einladung, Teil seines intimen Songwriting-Prozesses zu sein. Die einzigen Instrumente, die Brian verwendete, waren eine Jose Ramirez Klassik, ein Micro Korg Synth und Howe Gelbs Emerson Piano Co. Klavier aus dem 19. Jahrhundert. Er nahm alle Tracks mit dem internen Kondensatormikrofon eines Apogee One Audio Interfaces auf. Mit dem Ziel, einen Moment festzuhalten, setzte sich Lopez selbst zwei Regeln: „Nr. 1: Iss um 18 Uhr ein bisschen Grünzeug. Dann schließe dich in einem Raum ein. Jetzt schreiben, aufnehmen und den Song mischen. Es kann drei Stunden dauern, es kann zehn Minuten dauern, aber es kann nicht geschlafen werden, bis der letzte Mix des jeweiligen Songs der Nacht fertig exportiert ist. Keine Ausnahmen. Nr. 2: Nur zwei Takes für eine bestimmte Spur. Wenn das Gitarrenriff nach zwei Takes nicht perfekt ist, schade. So bleibt es. War dieser Klavierrhythmus vollkommen daneben? Komm damit klar. Fehler sind schön und in der Musik immer seltener.“

Das Ergebnis ist ein intimer kleiner Klangkosmos, der seinen Hörer unmittelbar gefangen nimmt und zu einer eigentümlichen Gedankenreise einlädt. Gerade die Simplizität der Lieder macht sie so besonders und einzigartig. Eine wunderbare Antithese zu Über-Produktion und umfangreichem Editing von einem begnadeten Musiker, der im heimischen Tucson das Psych-Cumbia-Ensemble XIXA leitet und mit Künstlern wie GIANT SAND, ORKESTA MENDOZA, GABRIEL SULLIVAN und CALEXICO arbeitet. Wie sagt BRIAN LOPEZ so schön? „Irgendwann werden wir sehen, wozu dieses Album ein Vorspiel ist…“ – nun, „Predlude“ ist mehr als nur ein Vorspiel, sondern eine betörende Sammlung von aparten Songperlen – eine schöner als die andere!

 

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