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BRING ME THE HORIZON - That’s The Spirit

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Artist BRING ME THE HORIZON
Title That’s The Spirit
Homepage BRING ME THE HORIZON
Label RCA
Veröffentlichung ..
Leserbewertung
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9.0/10 (1 Bewertungen)

Gut zwei Jahre nach dem erfolgreichen “Sempiternal“ legen BRING ME THE HORIZON mit „That’s The Spirit“ ihre fünfte Langrille vor. Seit ihrer Gründung 2004 sind es die Jungs aus der Arbeiterstadt Sheffield in Yorkshire gewohnt zu polarisieren. Anfangs machten die Briten brutalen Deathcore, veränderten ihren Stil im Laufe der Jahre aber deutlich Richtung Metalcore, der auf dem aktuellen Silberling zwar noch hörbar ist, aber deutlich radiotauglichere Formen angenommen hat. Damit ging’s hierzulande für Fronter Oliver Sykes und seine Mannen hierzulande aus dem Stand auf Position 6 und in den UK-Charts sogar auf Platz 2.

Wie ich finde, durchaus verdient, denn die elf Songs auf „That’s The Spirit“ bringen tatsächlich Seele, Tatkraft und Temperament mit. Angefangen beim zunächst noch verhaltenen Opener „Doomed“, der den Weg für den knackigen „Happy Song“ mitsamt seines Kinderchores ebnet, bevor dank „Throne“ eine weitere krachend-emotionale Singleauskopplung mit Ohrwurm-Qualitäten auf dem Plan steht. Mit großem Besteck schließt sich das temporeiche „True Friends“ an – kleine Brötchen backen BMTH anno 2015 definitiv nicht, auch nicht, wenn’s wie bei „Follow You“ gefühlvoll zur Sache geht. Mit viel Wumms übernimmt derweil „What You Need“, ehe das melancholische „Avalance“ erneut jede Menge Raum für elektronische Spielereien lässt und das vergleichsweise gemächliche „Run“ den Kopf zum Nicken und die Füße zum Wippen bringt. Die erste Single „Drown“ beweist abermals unbedingte Airplay- und Stadion-Eignung, was auch für „Blasphemy“ gilt, das zugegebenermaßen mit keiner Metal-Spielart irgendetwas zu tun hat. Und wer hätte von einer ursprünglich mal dem Deathcore zugeordneten Kapelle Disco-Beats á la „Oh No“? Erwartet? 30 SECONDS TO MARS lassen grüßen und zweifelsohne sind BRING ME THE HORIZON heute näher am Alternative und Post-Hardcore als an irgendwas, das mit „True Metal“ in Verbindung gebracht würde.

Dass die Altvorderen des Metals mit BMTH nichts anfangen können, ist nichts Neues, deshalb sollten diese Leute auch erst gar nicht versuchen, mit „That’s The Spirit“ warm zu werden. Möglicherweise wird diese Platte auch mehr weibliche als männliche Fans in Hochstimmung versetzen, aber was die Briten da abliefern hat eindeutig Hand und Fuß. Die Truppe versteht sich auf abwechslungsreiches Songwriting und hat offensichtlich auch keine Angst, Grenzen zu überschreiten. Ich nenne so etwas musikalische Weiterentwicklung und schaue mal nach den Live-Terminen.

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