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BROTHER GRIMM - On Flatland, On Sand

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Artist BROTHER GRIMM
Title On Flatland, On Sand
Homepage BROTHER GRIMM
Label NOISOLUTION
Leserbewertung
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9.5/10 (2 Bewertungen)

Mit „On Flatland, On Sand“ erblickt jetzt der dritte Streich von BROTHER GRIMM das Licht der Plattenläden. Wie schon auf den beiden Vorgängern „Home Today, Gone Tomorrow“ (2018) und „King For A Day, Cool For A Lifetime“ (2016) erwartet den geneigten Hörer erneut eine dunkle, bisweilen bedrohlich wirkende und dissonante Angelegenheit. Gleichzeitig sind die Grau-Schattierungen des Dennis Grimm jedoch vielfältiger geworden und zudem ist der Herr erstmals mitsamt einer Band in Tenboi Levinsons Studio in Christiana gewesen. Kollege Levinson (HODJA) ist jetzt auch Teil der besagten Kapelle, der außerdem Charlie Paschen (COOGANS BLUFF) angehört. Gemeinsam wird es auch noch auf Tour gehen.

Aufs Cover und ins Booklet haben es sogar schon bunte Farben geschafft, davon ist die Musik des Berliners allerdings in der tonalen Entsprechung noch weit entfernt. Der Opener „The Ocean“ mäandert in ausgesprochenem Minimalismus aus den Boxen, bevor es mit „The Smell of Cheap Perfume“ schrammelig zur Sache geht. ‚Albträume in Fuckmoll‘ nennt der Künstler seinen Stil selbst und das trifft es in der Tat recht gut. Wobei „Broken Glass“ für BROTHER-GRIMM-Verhältnisse ziemlich eingängig ist, während das nachfolgende „Open Doors, No Stars“ noisig lärmend daherkommt und „Who’s Calling“ die Blueskarte zieht, die es an dieser Stelle aber nur mit entsprechenden Störgeräuschen gibt. Mit dem Titeltrack „On Flatland, On Sand“ taucht BROTHER GRIMM in nebulöse Untiefen ab, wohingegen „Get Up“ weitegehend instrumental ins Ohr geht und „Chicories Crown Satlers“ auf der Zielgeraden noch einmal auf die bekannte Grimmsche Reduziertheit setzt, die hier mit sonorem Sprechgesang und zwingendem Gebläse einhergeht.

Nein, Mainstream wird BROTHER GRIMM auch mit „On Flatland, On Sand“ nicht. Man hört aber definitiv neue Einflüsse im Sound, die das Ganze erkennbar ruppiger, melodiöser, lauter und leiser haben werden lassen. Minimalistisch arrangierte Songs zwischen experimentellem Noise-Dröhnen, düsterem Experimental-Blues und hypnotischem Post-Rock auf der Suche nach dem Licht. Eine Empfehlung an Fans von SONIC YOUTH, WOVEN HAND, MARK LANEGAN, LOW oder auch NICK CAVE.

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