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BRUTAL DELUXE - Wall Of Damage

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Artist BRUTAL DELUXE
Title Wall Of Damage
Homepage BRUTAL DELUXE
Label CHIMERICAL RECORDINGS
Leserbewertung
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Drei Alben in dreizehn Jahren, das ist durchaus ein gemütliches Pensum. Und BRUTAL DELUXE scheinen keinerlei Druck zu verspüren. Wie auch, ohne den Erfolg, der ihnen das abverlangen würde? Bislang wurden ihre Scheiben nämlich nur spärlich gekauft und kaum besprochen, geschweige denn gelobt. Überraschenderweise erntet das dritte und aktuelle Album fast aus dem Nichts heraus reichlich Lorbeeren und ist zumindest auf Seiten der britischen Presse in aller Munde. Selbst der „Metal Hammer“ und die renommierten Kollegen knien nieder vor der wuchtigen „Wall Of Damage“.

Umso überraschender erscheint zunächst die simple Formel des Erfolges, derer sich das Trio bedient. Mit einer trockenen Oldschool-Produktion versehen, nimmt die Platte ihren Namen beim Wort und rast einher mit einer Wand aus überdominanten Riffs, die zumindest bleibende Schäden im Nackenbereich zur Folge haben könnte. Obwohl sich BRUTAL DELUXE mit dem sofort loshämmernden Titeltrack vorschnell in die Oldschool-Reihen katapultieren, lässt sich die Scheibe doch nicht als pures Thrash-Produkt abtun. Staubige Grooves sind ebenso Programm, Stoner-lastige Stücke wie das verdächtig eingängige „Drop The Bomb“ daher keine Mangelware. Jede verbleibende Kategorisierungsmöglichkeit wird schlussendlich mit spirituellen Gesängen und spanischem Gitarrenfieber vernichtet, als ob sich die Briten mit aller musikalisch verfügbaren Macht von dem lang zu Unrecht verwendeten Nu Metal-Etikett befreien wollten. Dabei klingen sie keinesfalls gezwungen oder aufgesetzt, sondern angenehm natürlich und befreit. Mit Effekten und melodischen Zügen wird dennoch gearbeitet, wobei letzteres bei „Blind Love“ sogar zu einem oldschooligen Glanzstück heranwächst.

Eindeutig haben BRUTAL DELUXE das Lob der Presse verdient, denn die Synthese aus beinahe animalischer Aggression und teils untypischem Songwriting gelingt überwiegend. Etwas Gewöhnung hat die Scheibe zumindest mir abverlangt, vor allem mit dem dreistimmigen, teils stark variierenden Gesang konnte ich zunächst wenig anfangen. Mit jedem Hören gewinnt die Scheibe aber an Qualität, was sie letztendlich für aufgeschlossen Anhänger der alten Schule besonders interessant werden lässt. Ein kurzer Test vor dem Kauf sei angeraten!

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