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BRYAN ADAMS - Bare Bones

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Artist BRYAN ADAMS
Title Bare Bones
Homepage BRYAN ADAMS
Label UNIVERSAL
Leserbewertung
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10.0/10 (2 Bewertungen)

Ein kleines lustiges Ratespiel für zwischendurch! Die folgenden Fun-Facts sollten die Antwort in erreichbarer Weite erscheinen lassen:

Wessen größter Hit hat (nicht) eine beliebte Stellung des erotischen Nahkampfs zum Inhalt und scheint ebenfalls der am meisten gespielte Song von Stadtfest-Cover-Bands zu sein? Zu welchem Song flippt jede Hausfrau beim Wurstbraten in der Holzfurnierküche aus, wenn er beim besten Mix der Achtziger, Neunziger und das Beste von heute aus dem Radio plärrt? Wessen Songs gehören zum Standardrepertoire zur musikalischen Holzhammeruntermalung bei „Bauer sucht Frau“, „Schwiegertochter gesucht“, „Nur die Liebe zählt“ und den Lottozahlen? Wer hat das “Rock” aus “Soft-Rock” heraus destilliert? Wer hat „Die drei Musketiere“ und „Robin Hood“ musikalisch diskreditiert? Und im gleichen Zuge fast den Lebenswillen von STING zerstört? Wer hat selbst MELANIE C. eine Heimat gegeben?

Wer hat sozialkritische Straßenfeger wie “Heaven”, „Please Forgive Me“, „It´s Only Love“, The Way You Make Me Feel“ oder „Straight From The Heart“ im Überraschungssäckl? Welcher große Feiertag steht unmittelbar vor der Tür? Und wer hat schon ein „Unplugged“-Album und drei weitere Live-Scheiben herausgebracht und kann den gleichen Trick nicht einfach noch mal anwenden? Der gleiche Künstler hat aber auch schon fünf „Best Of“-Alben herausgebracht und kann diesen Trick ebenfalls nicht auch noch mal anwenden? Wer schafft es aus langweiligen Originalversionen noch nichtssagendere Alternativ-Versionen zu erschaffen? Wessen Sohn heißt immer noch nicht RYAN ADAMS?

Blame Canada!

Die unvermeidliche Antwort: BRYAN ADAMS hat pünktlich zum Weihnachtsgeschäft ein Album bestehend aus akustischen Versionen seiner größten Hits unter dem Namen „Bare Bones“ herausgebracht. Live aufgenommen im Rahmen seiner gleichnamigen Tournee. Nur mit Akustikgitarre und Begleitung am Piano wird daraus ein Werk, das der Fan (und möglicherweise weniger „zynische“ Musikkonsumenten als der Schreiber, Anm. aus der Belle Etage des Terrorverlags) unbedingt im Regal stehen haben muss. Mama freut sich aber bestimmt auch, wenn der Mann mit dem Drei-Tage-Bart unter dem Weihnachtsbaum liegt…

PS: Und ja, der Rezensent hat sich das Album tatsächlich angehört!

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