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BUBBLE BEATZ - Don’t Litter

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Artist BUBBLE BEATZ
Title Don’t Litter
Homepage BUBBLE BEATZ
Label BOILER SUIT RECORDS
Leserbewertung
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4.5/10 (2 Bewertungen)

Wer glaubt, dass es in der Schweiz immer schön gemächlich zugeht, hat noch nicht Bekanntschaft mit Kay Rauber und Christan Gschwend gemacht. Die beiden Drummer sind die kreativen Köpfe hinter BUBBLE BEATZ und sorgen dafür, dass es bei den Eidgenossen nicht nur im Karton rappelt, wenn irgendwo eine Lawine abgeht. Mit ihrer Show aus Drum-Performance und Electro-Liveact ist das Duo schon lang ein gern gesehener Gast auf Festivals in ganz Europa. Nach einer ersten Studio-Langrille namens „Trashpercussion“, die 2003 erschien, haben sich die beiden allerdings Zeit mit der nächsten Konservenkost gelassen, die dank „Don’t Litter“ nunmehr jedoch äußerst schmackhaft auf den Plattenteller kommt.

Mit ins Boot geholt haben sich die Trommel-Maniacs zudem Sonal Schönfeld aka SWAMIJEE, der vor allem in der UK-Drum & Bass-Szene als Remixer bekannt ist. Beim spacig-druckvollen „The Rhythm“ hat der Herr BUBBLE BEATZ außerdem noch seine Stimme geliehen, wie dies weiterhin noch BLAKKAYO tut, der auf seiner Heimatinsel Mauritus im Indischen Ozean die uneingeschränkte Nummer Eins ist und auch bei „La Vibe La Haut“ mit unglaublichem Fast-Style Toasting glänzt. Übrigens hatte dieser Song seine Premiere beim Pepsi-Vena-Festival in Lodz/Polen, wo er aus 700 Bewerbungen in die Top Ten gevotet wurde. Ein weiteres Aushängeschild des UK Drum & Bass ist MC LOWQUI, der mit seinen Vocals bei „Turnpike Lane“ eine ebenso eindringliche wie entspannte Stimmung schafft. Die aus Tansania stammende Sängerin NAMUSOKE war zuletzt im vergangen Jahr mit SISTERS beim Bundesvision Song Contest für NRW angetreten. Jetzt lebt die Dame in der Schweiz und rundet mit ihrer ausdrucksstarken Stimme die flotte Drum & Bass-Nummer „Forwards“ perfekt ab. Bleibt als letzter Gast noch die New Yorkerin LORI COTLER, die als World-Jazz-Sängerin und Wortakrobatin ein Weltstar in der Szene ist. Ihr sphärischer Gesang sorgt neben den fordernden Drums gemeinsam mit einem Didgeridoo für die besondere Stimmung von „Heroism“, aber auch die Instrumentalstücke bestechen mit erstaunlicher Intensität. Während „Octane 140“ sich unter Zuhilfenahme treibender elektronischer Vibes eingroovt, beißt sich das hypnotisierende „Escapology“ umgehend im Hirn fest. Auch „Magic Boat Ride“ fesseln mit prägnanten Trommelwirbeln der Extraklasse, während „Café del Trash“ die elektronische BUBBLE BEATZ-Saite zum Schwingen bringt. Wie viel Melodie noch in monotonen Rhythmen stecken kann, beweist Kay Rauber mit „Crazy March“. Ein Eindruck, der gleichzeitig durch den verwendeten Sprechgesang verstärkt wird. Im Folgenden bittet „Reverend B.E.A.T.“ zum Gebet. Wie es scheint, ist dieser Geistliche ein Rastafari, welcher der Verwendung stromführender Instrumente ebenso wenig abgeneigt ist wie dem Schlagen einer Djembé. „2 Steps Beyond“ bleibt zum guten Schluss extrem rhythmusbetont und bringt einen Bass mit, der ganz hervorragend geeignet ist, den Magen zum Vibrieren zu bringen.

Das Warten hat sich zweifelsohne gelohnt. BUBBLE BEATZ hauen nicht nur ordentlich auf die Pauke, sie beackern gekonnt das gesamte Percussionfeld. Im Gegensatz zum Debütsilberling haben Rauber und Gschwend bei „Don’t Litter“ die Elektrik nicht außen vor gelassen und so ein Album hingelegt, das von Drum & Bass, über BigBeatz und 2Step bis hin zu TechHouse einen weiten Bogen spannt. Bei allem Variantenreichtum ist doch ein stets pulsierender, durchgängiger roter Faden erkennbar, der die zwölf Stücke mit ihren unterschiedlichen Stilen hervorragend verbindet.

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