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BUBONIX - Please Devil, send me golden Hair

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Artist BUBONIX
Title Please Devil, send me golden Hair
Homepage BUBONIX
Label NOIS-O-LUTION
Leserbewertung
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7.6/10 (12 Bewertungen)

Da ist Sie noch, die Do-it-yourself Band. Richtige Vorsätze, keine Plattitüden. 1994 gegründet, seither diverse Alben im Eigenvertrieb unters Volk gebracht und dabei stets politisch Stellung bezogen. BUBONIX waren immer im Untergrund aktiv. So Hardcore wie der Sound muss man auch als Fan gewesen sein – umso erstaunlicher, dass man nun 13 Jahre später doch bei Nois-O-Lution gelandet ist. Tja, manche Vorsätze wandeln sich eben doch im Laufe der Zeit, auf der Homepage jedenfalls ist von einer Guerilla-Taktik die Rede.

Die fünf Mann plus Frau-Armee fackelt jedenfalls nicht lange und schmeißt die Brandbomben bereits zu Beginn. Da bricht Anarchie und Chaos los, wenn BUBONIX ihre Hardcore Version zum besten geben. Plärrendes Shouten auf „Kaputt & Weiter“, Skapunk in „Corazon Vivo vida“ und staubige, längst vergessen geglaubte Riffs bei „Quick“, mittendrin das überraschende, gleichsam verzückende „Fashion Tattoo“. Eingängige Chords und ein Synthesizerschwirren sorgen für ähnlich angenehme Klänge, wie das Surren der Tattoonadel. Der zwischen englisch und deutsch wechselnde, sehr energische Gesang lässt einige Male auf die blutleeren Lippen beißen. Der giftige „Snakebite“ infiziert letztendlich doch mit dem dreckigen Coresound, der Blut dickflüssig pulsieren lässt.

Nach 13 Jahren Bandgeschichte scheint es so, als hätten sich BUBONIX mit „Please Devil, send me golden Hair“ vorrangig selbst einen Gefallen getan. Mögen Fans ihnen auch Ausverkauf vorwerfen, sollte man nicht vergessen, dass diese Band vierzehn Jahre DIY-Rock in Deutschland gemacht hat. Dabei sind sicherlich einige Hörer von früher dem Sound „entwachsen“. Die Scheibe bietet jedenfalls diverse Gründe, sich näher mit BUBONIX zu befassen.

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