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BUGGIRL - Dirt In The Skirt

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Artist BUGGIRL
Title Dirt In The Skirt
Homepage BUGGIRL
Label IMPEDANCE
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Erst hieß das ganze schweinische Gewurste “Blood, Sweat And Bears“, jetzt nennt’s sich nicht minder eloquent “Dirt In The Skirt“. Es ist nach wie vor die supersüffige, superman-like „Dirty Deeds Done Dirt Sheeps“-Attitüde, welche das australische Duo Amber und Cinno aufs Rotzfrecheste und Trieb- und Treibsüchtigste antreibt. Viel Neues gibt es im Vergleich zur Vorgänger-EP nicht wirklich. Minimalistische Rock’n’Roll-Schnörkellosigkeit bildet die Soundtrack-Kulisse für durchzechte Nächte, Kneipenschlägereien, Frittenfressen und Herumdüsen mit einer Ford Mustang. Urwüchsig, unbekümmert und ungeniert verleiht man seinem inneren Schweinehund die nötige freie Schnauze, um sich Gehör zu verschaffen („You look hot, / In my pot / Oh Pretty Baby, I’m as hungry as hell“). Interessant und Sexismus überwindend, dass eine Frau so selbstbewusst und „hungrig“ von ihrem instinktiven Bedürfnis nach Frischfleisch spricht. Die stilistische Nähe zu AC/DC und MOTÖRHEAD ist unverkennbar, doch braucht man nicht zu denken, es hier mit einem fusionsartigen Plagiat zu tun zu haben. BUGGIRL klingen mehr wie, wenn Lemmys Schwester es gleich mit der halben australischen Rock-Sippschaft getrieben hätte: immer noch durstig lechzend nach Blut, Schweiß und einem Fass Gerstensaft, tanzend auf feuchten Tischen, umgeben von lauter geilen Vögeln.

Das große Problem an „Dirt In The Skirt“ ist zugleich sein größter Pluspunkt: Dadurch, dass vieles so natürlich, schwanzgesteuert und kopflos klingt, sucht man vergebens nach dem dauersaftigen und zart duftenden Ferkel am Spieß über Holz und Feuer. Allein zuhause ist das einfach nichts – zumindest nicht für lange. Das muss aber nichts heißen. Denn live (im adäquat situierten Rahmen, der oben auch schon angeschnitten wurde), zündet BUGGIRL mit aller Sicherheit wie eine ganze Kettenreaktion von explodierenden schwarzen Comicbomben. „Kaduuusch!!!“, sage ich nur dazu. Wer sich davon einen Eindruck verschaffen möchte, dem empfehle ich dringend einmal ’Hungry As Hell’ und ’Master Of Disaster’ anzuchecken. Oberhammergeiles Partyfeeling kommt da von ganz alleine auf.

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