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BURIED INSIDE - Spoils of Failure

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Artist BURIED INSIDE
Title Spoils of Failure
Homepage BURIED INSIDE
Label RELAPSE
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Mit Relapse ist das in letzter Zeit so eine Sache: Man kann sicherlich guten Gewissens konstatieren, dass fast alle Releases auf konstant hohem Niveau agieren, dennoch machen sich inzwischen erste Ermüdungserscheinungen ob der musikalischen Erwartbarkeit des Dargebotenen breit…

So gibt es mittlerweile nur zwei musikalische Grundkonstanten des Label-Profils zu bestaunen, den Weirdo-Grind und den ausufernden Epic-Doom. Zum letztgenannten Lager gehören die Kanadier BURIED INSIDE, die sich geschlagene vier Jahre Zeit gelassen haben, um den Nachfolger zum Debüt „Chronoclast“ einzubrüllen, agieren dabei aber wesentlich entschleunigter als zu Anfangszeiten und vervollständigen nichtsdestotrotz das momentane Relapse-Dreigestirn um TOMBS und BURST. Acht Songs in 54 Minuten sprechen eine deutliche Sprache, ebenso wie die schnöde lateinische Nummerierung der Titel: Hier wird ausgiebig auf den Wellen der post-rockigen Songstrukturen gesurft, ohne selten richtig Fahrt aufzunehmen. Stattdessen erschweren sich die Augenlider, Welten werden erschaffen, einsame Krieger ziehen durch imaginäre Wüsten… Einzelne Gitarrenlinien tragen ganze Songs, die Drums scheinen tonnenschwer, aber derart präzise gespielt zum Werkzeug des Weltuntergangs auserkoren zu sein… und über all dem schreit sich Nick Shaw die Seele aus dem Leib, als wäre er der Prediger der Apocalypse, Randall Flag lässt grüßen. Zwischendurch scheint dann aber doch die Herkunft aus dem Hardcore-Genre durch, da erinnert so mancher seelenvoller Schrei an den alten Screamo-Sound der alten ACME-Schule.

Der musikalische Weltuntergang wurde vom Spezialisten für verzweifeltes Liedgut, Kurt Ballou (CONVERGE), fachgerecht und imposant eingefangen, jedes Instrument hat Raum zum Atmen, klingt erdig und warm, analoges Feeling für das Höllenfeuer! Auch wenn BURIED INSIDE nichts Neues machen und wenig (eigentlich notwendige) Innovation in ihren Doomsday-Sound einfließen lassen, scheint das Herzblut an jeder Ecke und Kante durch. Wer auf Kopfkino der härteren Art steht und auch ansonsten wenig zu lachen hat im Leben, dem seien BURIED INSIDE durchaus an das schwarze, vertrocknete Herz gelegt.

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