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BURNT BY THE SUN - Heart of Darkness

VN:F [1.9.22_1171]
Artist BURNT BY THE SUN
Title Heart of Darkness
Homepage BURNT BY THE SUN
Label RELAPSE RECORDS
Leserbewertung
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Mit „Heart of Darkness“ (remember „Apocalypse Now“?) liefern die 1999 gegründeten BURNT BY THE SUN ihr drittes und zugleich finales Album ab. Vorab sei gesagt, dass das, was die Jungs sich da zusammen zaubern, dem Chaotic Hardcore zuzuordnen ist und jeder, der Wert auf klare Songstrukturen legt, nicht allzu glücklich mit dem Quartett aus New Jersey sein wird. Da die Truppe mit „Heart of Darkness“ quasi zu Grabe getragen wird, ist noch abzuwägen, ob man nur anstandshalber ein letztes Album produziert hat, oder ob wirklich „das dunkle Herz“ der Mannen um Frontröhre Mike Olender an den zehn Songs hängt.

Wie erwartet, tun sich bereits im Opener „Inner Station“ chaotische Songstrukturen auf, die aber zu meiner Verwunderung direkt ins Ohr gehen und dort auch nicht mehr heraus wollen. Das Tempo pendelt sich irgendwo zwischen Mid- und Uptempo ein. Bestimmen kann man das jedoch nicht so genau, da man einfach ständig aufs Gas tritt und im nächsten Moment schon wieder den Anker wirft und langsamer durch die Gegend groovt. Ein weiterer sehr interessanter Track ist „F-Unit“, der anfänglich noch ziemlich Old-Skool Hardcore behaftet ist und sich später dann wieder zu einer fetten Metalcore Nummer mausert. Wo wir jetzt schon bei diesem Song angekommen sind, möchte ich noch erwähnen, dass sas Endprodukt stark an THE HAUNTED erinnert. Ich kann mir nicht helfen, aber sowohl der instrumentale Teil, als auch Mikes Stimme erinnert mich an die schwedischen Thrasher um Peter Dolving. Alles in allem gefällt mir die Platte aber ausgesprochen gut, gerade Stücke wie „Inner Station“, „Cardiff Giant“, „Rust (Primitive Future)“ und „The Great American Dream Machine“ machen die knapp 35 Minuten zu einem besonderen Ohrenschmaus. Man muss sich halt im Chaos beheimatet fühlen, um wirklich auf die zehn Songs an zu springen. Mir persönlich schwirren die Tracks im Kopf herum und ich bin gar nicht böse darum.

BURNT BY THE SUN haben noch mal alles, was an Härte und Chaos zu finden war, zusammen gekratzt und in zehn Songs gesteckt. Man hat ein wirklich grandioses Vermächtnis geschaffen, das eine breite Masse ansprechen wird. Die Aussage des Promo Waschzettels kann ich zwar nicht ganz teilen, da man die Platte Fans von SUICIDE SILENCE und THE RED CHORD ans Herz legt, was ich persönlich für Unsinn halte. Klar findet man auf „Heart of Darkness“ fettes Riffing und zum Teil auch richtig böse Shouts, doch man wird gerade in Puncto Vocals niemals an einen Mitch Lucker (SUICIDE SILENCE) heran reichen. Den restlichen Empfehlungen, CHIMAIRA, UNEARTH und MASTODON, kann ich ruhigen Gewissens zustimmen. Kurz und gut haben BURNT BY THE SUN ihrer Karriere ein würdiges Ende gebracht und grandiose Songs – vielleicht sogar die besten ihrer Karriere – auf Platte gepresst.

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