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BURZUM - Belus

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Artist BURZUM
Title Belus
Homepage BURZUM
Label BYELOBOG PRODUCTIONS
Leserbewertung
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6.8/10 (32 Bewertungen)

Lange Zeit habe ich mit mir gerungen, ob ich mich musikalisch als auch mit einer Rezension mit dem Comeback-Album von BURZUM auseinandersetzen soll. Keine Frage, mit „Burzum“, „Det Som Engang Var“, „Hvis Lyset Tar Oss“ und „Filosofem“ hat der Count Black Metal-Geschichte geschrieben und auch mit seinen Knast-Alben „Daudi Baldrs“ und „Hildskjalf“ wusste der umstrittene Norweger zu überzeugen. Doch durch seine Taten und Äußerungen hat der Herr nicht zu Unrecht lange Zeit im Gefängnis verbringen müssen, ist aber nun wieder da und trotz aller Gerüchte orientiert sich „Belus“ (Der weiße Gott) doch wieder am BURZUM-Sound früherer Tage.

Vikernes knüpft dort an, wo er mit „Filosofem“ aufgehört hat. So wird man gleich mit dem ersten Riff von „Belus Doed“ zurück ins Jahr 1996 katapultiert. Hypnotische, getragene Riffwände, eingängige Rhythmen und inbrünstige, leicht aus dem Hintergrund hallende Krächz-Vocals. Mag man zu der Person stehen, wie man will, DAS ist ganz großes Kino und unverkennbar BURZUM! „Glemeselens Elv“ nimmt den Faden sofort wieder auf, punktet durch markante Bass-Lines und weitere hypnotische Rifffolgen. Nach diesem epischen Einstieg beweist der Count, dass er durchaus auch anders kann. So knallt er mit „Kaimadalthas Nedstigning“, dem brachialen „Keliohesten“ und dem noch roheren „Sverddans“ urtümliche Black Metal-Vollangriffe raus, welche trotz klassischer Kompositionsweise mit ihrer Energie und der Atmosphäre so ziemlich alle hoch gepushten Old Schooler locker in die Schranken weisen. Mit einem weiteren epischen SloMo-Walzer namens „Morgenroede“ geleitet uns Herr Vikernes in Richtung Ende des Albums, welches mit dem mächtigen Soundgebilde „Belus‘ Tilbakekomst“ ein würdiges Finale findet.

Auch thematisch beschäftigt sich der Count in seinen Texten natürlich wieder mit nordischen Mythen. In diesem Fall halt mit Belus, dem weissen Gott, seinem tragischen Tod durch einen Trick Lokis und die wundersame Auferstehung. Musikalisch orientiert sich BURZUM zurück an den besten Zeiten und kombiniert auf „Belus“ den Sound des grandiosen „Filosofem“-Albums mit der Rohheit von „Hvis Lyset Tar Oss“, klingt aber dabei weder altbacken noch eingerostet. Ein starkes Comeback, womit BURZUM, sowie der Mann dahinter hoffentlich wieder auf den richtigen Weg finden!

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