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C.AARMÉ - World Music

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Artist C.AARMÉ
Title World Music
Homepage C.AARMÉ
Label NOIS-O-LUTION
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Nach ihrer Gründung im Jahre 2002 haben sich C.AARMÉ in ihrer schwedischen Heimat schnell zu einer festen Größe in der Musikszene gemausert. Es folgten zwei 7’’ und schließlich zwei LPs, denen jetzt mit „World Music“ der dritte Longplayer-Streich der vier Hungerhaken folgt. Auf dem Programm steht bei C.AARMÉ treibender Garagen-Punkrock, der sich mit jedem Durchgang mehr ins Hirn frisst.

Angefangen beim Opener „British Breakfast Party“, der mal eben mit tiefer gelegten Stahlsaiten und stoischen Gitarrenriffs aus dem Nichts gerumpelt kommt und auf der Zielgeraden schnell noch lärmende Drums ins Rennen schickt. Mit „Bodybuilding“ sind wir dann bereits ganz tief im dreckigen Garagensound angekommen und auch „Dogs“ lässt es mit reduzierter Instrumentierung und feinem Gefrickel amtlich krachen. Bei „Blodet“ steht Uptempo-Seventies-Punk im Vordergrund, ehe mit „Old Shoes New Haircut“ mein Favorit und der rotzige Hitgarant der Platte zum Tanzen auffordern. Wer glaubt, eine Frau singen zu hören, liegt allerdings falsch; für die recht weiblichen Vocals ist wie bei den übrigen Tracks Herr Jessie Garon (übrigens auch der Name von Elvis Presleys tot geborenem Zwillingsbruder) zuständig, der allerdings tatsächlich eine recht androgyne Stimme hat, die auch beim folgenden „Assuan“ alle denkbaren Vermutungen zulässt. Ansonsten wird geknüppelt was das Zeug hält, bevor „Angola“ einen Gang zurückschaltet und geheimnisvolle Ungewissheit verspricht. Ganz anders „Andreas Karlsson“: Hier wird konsequent und mit brachialer Gewalt alles aus dem Weg geräumt, was dort nicht hingehört. Stampfend, monoton und äußerst eingängig! Mit „Dustin“ liefern C.AARMÉ auf die Schnelle eine scheppernde Highspeed-Gitarrennummer ab, um nahtlos mit dem groovenden „Rhythm“ anzuschließen. Hier ist noch einmal mehr Punk im Spiel, ehe der basslastige „The Abyss Song“ seine Hit-Qualitäten unter Beweis stellt.

Mit knackigem Rock’n’Roll kennen sie sich ja einfach aus, diese Schweden. Da machen auch die Jungs aus Göteborg keine Ausnahme. C.AARMÉ liefern straightes Futter für ausgehungerte Garagenrocker-Herzen und hauen dem Hörer ihre rohen, sehr schmackhaften Schwedenhäppchen mit viel Spielfreude vor den Latz. Im Mai/ Juni soll es zudem Live-Verkostungen geben.

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