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C-DRONE-DEFECT - Dystopia

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Artist C-DRONE-DEFECT
Title Dystopia
Homepage C-DRONE-DEFECT
Label NOITEKK
Leserbewertung
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9.0/10 (1 Bewertungen)

Es freut mich, mal wieder was von C-DRONE-DEFECT zu hören, somit veröffentlicht Marc Horstmeier immerhin schon das dritte Werk seiner Laufbahn und insgeheim hofft man nach den Vorgängeralben „Neural Dysorder Syndrome“ und „Nemesis“ ein wenig, dass er endlich einen größeren Erfolg erlangen wird, denn schlecht waren seine bisherigen Sachen wahrlich nicht.

Gleich beim ersten Blick auf die Titelliste fällt mir auf, dass sich sehr vieles im 6 Minuten Bereich bewegt, schwierige Ausgangssituation für Tanzflächen und DJs, aber schon der Opener „Rebellis“ lässt mich vermuten, dass es doch langen könnte, denn der Aufbau des Songs ist absolut fantastisch. OK, der 08/15 verzerrte Gesang lockt keinen mehr hinter dem Ofen hervor, aber C-D-D schafft es, den Vocals so was wie Ausdrucksstärke und Melodie zu vermitteln. Sozusagen eine aggressivere Variante von guten alten IN STRICT CONFIDENCE-Scheiben, dies hat bislang noch niemand so hinbekommen – dafür ein besonderes Lob. Kaum denke ich noch darüber nach, können mich „Morituri te salutant“ und der dazugehörige Gesang regelrecht hypnotisch in ihren Bann ziehen. Bei den weiteren Tracks macht sich dann die Länge doch bemerkbar, in Discos leider nicht einsetzbar, wenngleich „Aegri Somnia“ auch wieder überwältigend ist, jedoch braucht es immer eine gewisse Anlaufzeit, um warm zu werden, dann entfalten die Titel ihre ganze Macht. Mein absoluter düsterer Krachorgasmus-Geheimtipp ist „Post Tenebras Lux“, filigran und majestätisch scheint man im Klangkosmos des Songs zu schwimmen. Im elektronischen Genre ist es schwer für mich, noch überwältigt zu sein, aber seit MENTALLO & THE FIXER oder IN STRICT CONFIDENCE habe ich mich nicht mehr von so emotionaler Dark-Elektro Musik beeindrucken lassen. Na ja, manchmal merkt man ihm den Hang zum Pathos an und einige Sounds werden gerne öfters benutzt, aber das soll an dieser Stelle kein Verbrechen sein, „Dystopia“ bietet insgesamt ein sehr gutes Klangerlebnis. Marc ist hier ein Meisterwerk gelungen, was ihn in meinen Augen zur Speerspitze der Bewegung macht, und wenn es nicht auf der Tanzfläche oder bei den Verkaufszahlen stimmen sollte, dann hat er immerhin meinen Respekt, zu den besten Electro Acts zu zählen.

In der „limitierten“ Erstauflage von 1000 Stück liegt noch eine Bonus-CD mit Remixen bei, die in meinem Fall leider fehlte, aber seht es doch einfach als „kostenlosen“ Bonus an, wenn ihr diese Perle der Dunkelheit kaufen solltet.

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