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C-DRONE-DEFECT - Nemesis

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Artist C-DRONE-DEFECT
Title Nemesis
Homepage C-DRONE-DEFECT
Label NOITEKK
Leserbewertung
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5.0/10 (4 Bewertungen)

3 Jahre ließ sich Marc Horstmeier Zeit, bis er die Erfolgsgeschichte seines Debüts „Neural Dysorder Syndrome“ (erschienen bei Synthetic Symphony) nun bei einem neuen Label weiterführt. Und NoiTekk scheint genau der richtige Partner zu sein, was sowohl die menschliche wie die musikalische Seite betrifft, denn der harte, tanzbare Elektro passt bestens zu den bekannten Labelmates. Allerdings wurden ihm ein paar unerwartete Steine in den Weg gelegt: Eine Fehlpressung von „Nemesis“ enthält 11 Tracks purer Techno-Mucke, wie ich finde ein witziger Fauxpas, denn so ganz ohne derartige Elemente kommt auch das „Original“ nicht aus. So sind es aber 10 Stücke mit einer Spielzeit von über 60 Minuten, Daniel Myer (die Bielefeld-Connection!) hat die Klänge perfekt produziert.

Wie der Promotext richtig zusammenfasst, wurde bei diesem Album sehr viel Wert auf Clubtauglichkeit gelegt, allerdings ohne billige Anbiederungen. Nein, es ist wieder die annähernd perfekte Symbiose aus „Noi“ und „Tekk“, aus harschen und rhythmischen Elementen. Während der Gesang meistenteils verzerrt aus dem Äther kommt, und ein wenig in Richtung „harmlosere“ GRENDEL schielt, enthält die musikalische Seite treibende Trance-Elemente und ein starkes Rhythmus-Fundament. Songs wie „Hypocrite“ zeigen aber auch die Midtempo-Seite der „Drone“ auf. Beim Rausschmeißer „The Phoenix Complex“ handelt es sich dagegen um ein sphärisches, fast poppiges Lied, bei dem weibliche Vocals eingesetzt werden. Letztere veredeln auch „Fashion Victim“, eins der absoluten Highlights, wo die gute Frau für rhythmisch abgehackten Sprechgesang sorgt. Natürlich dürfen Samples nicht fehlen und so darf mal wieder der gute Präsi Bush nicht fehlen („Babel“), der mittlerweile fast Tantiemen kassieren müsste für seine Beiträge. Zu guter letzt sei noch auf den Einsatz von aggressiv monotonen Gitarren bzw. entsprechender Samples hingewiesen, welche einigen Tracks weitere Identität einhauchen. Auch FEINDFLUG verwenden ja gerne dieses „organische“ Instrument.

Ein durch die Bank gelungenes Album für gehobene Ansprüche, welches den Spagat zwischen Eingängigkeit/ Tanzbarkeit und Anspruch ohne Probleme meistert. Vielleicht wiederholen sich hier und da ein wenig die Songstrukturen, aber mit diesem Problem haben ja noch ganz andere zu kämpfen. Für NoiTekk/ Black Rain-Fans auf jeden Fall ein Muss!

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