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CABAL - Mark Of Rot

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Artist CABAL
Title Mark Of Rot
Homepage CABAL
Label LONG BRANCH RECORDS/ SPV
Veröffentlichung 23.02.2018
Leserbewertung
VN:F [1.9.22_1171]
7.5/10 (2 Bewertungen)

Die Kopenhagener CABAL bringen mit “Mark Of Rot” dieser Tage ihr Debütalbum auf den Markt. Zuvor haben sie 2016 lediglich eine mit viel Lob bedachte EP namens „Purge“ veröffentlicht und seitdem jede Menge Konzerte gespielt.

Wer die Band bis dato – so wie ich – nicht kannte, der wird womöglich schon nach wenigen Sekunden von „Mark Of Rot“ schuldbewusst zusammenzucken und etwas verschüchtert und mit einer gewissen Ehrfurcht in den Augen in Richtung Boxen schielen. Die schiere Härte und Brutalität, mit der CABAL quasi von der ersten Note an ohne Vorwarnung zuschlagen, ist tatsächlich beeindruckend. Das Album behandelt lyrisch einen Totenkult, der die Vernichtung jeglicher Existenz heraufbeschwört. Der extrem massiv produzierte (Post)Metallklotz, der dazu musikalisch aufgefahren wird, ist diesbezüglich sicher ein großer Schritt in die richtige Richtung. Die wiederum wird im Opener „False Light“ direkt vorgegeben. CABAL navigieren mittels tief gestimmtem MESHUGGAH-Riffing durch mit postmodernen Elektronika industrialisierte Djent-Grooves geradewegs in Richtung Zerstörung, wechseln dabei des Öfteren die Beatspur oder das Tempo und grunzen und schreien dabei genüsslich, bis der Verzerrer zerbirst. Das klingt vielleicht relativ lapidar, ist es aber keineswegs. Denn erstens tun sie das alles auf hohem technischen Niveau, zweitens kreieren sie eine über die gesamten 37 Minuten Spielzeit anhaltend schwelende, ernsthaft bedrohliche Atmosphäre, und drittens sind die auf „Mark Of Rot“ enthaltenen zehn Songs trotz ihrer rhythmischen Eskapaden allesamt sehr kompakt und griffig arrangiert. Was allerdings nicht heißen soll, dass tödliche Blastbeats und schwere Doom-Verschleppungen nicht trotzdem im selben Song ihren Platz haben können, wie im schon erwähnten „False Light“. „Nothingness“ hingegen könnte von Djent-Experten wie TESSERACT stammen, wenn es nicht so sehr im Black Metal verwurzelt wäre. „Blackened Soil“ schlägt eine angedeutete Brücke zu CODE ORANGE und Kollegen, „Rah’Ru“ ist geradezu catchy und schon beinahe tanzbar, wenn auch natürlich viel zu heftig für den gemeinen (Metal-) Dancefloor. Mit „Empty“ gibt es im Anschluss eine kurze, instrumentale Erholungspause, der man ihre trügerische Natur jedoch deutlich anhört. Also anschnallen und die Integralhelme aufgesetzt zur zweiten Albumhälfte, die sich hinter der eben beschriebenen ersten in keinster Weise verstecken muss und die darauf mit Wucht eingeschlagene Kerbe bis zur vollständigen Schädelspaltung vertieft.

Kurzfassung: “Mark Of Rot” ist schwer, dunkel, komplex, geradezu negativistisch und erbarmungslos brutal und qualifiziert sich damit (nicht nur, aber vor allem) als das perfekte Feierabend-Album. CABAL und Hass sozusagen.

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Cabal 'Mark Of Rot' Tracklist
1. False Light
2. Nothingness feat. CJ McMahon
3. Blackened Soil Button MP3 bestellen
4. Rah'Ru
5. Empty
6. Unworthy Button MP3 bestellen
7. Blinded
8. Whispers Button MP3 bestellen
9. The Darkest Embrace feat. Filip Danielsson
10. Mark Of Rot Button MP3 bestellen
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