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CADAVEROUS CONDITION - To the Night Sky

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Artist CADAVEROUS CONDITION
Title To the Night Sky
Homepage CADAVEROUS CONDITION
Label OAK KNOLL PRODUCTIONS/ CYCLONE EMPIRE
Leserbewertung
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10.0/10 (3 Bewertungen)

“Death Folk” hört man des öfteren als Beschreibung für diese deutschen Death Metaller. Hört man sich die ersten beiden Stücke auf „To the Night Sky“ an, bemerkt man davon nicht sehr viel. Hier beherrscht klassischer grooviger Death Metal das Szenario. Fette und tief gestimmte Riffs, düstere Growls und einige schöne Breaks, welche die Songs immer wieder auflockern und für Abwechslung sorgen. Alles soweit ganz nett, aber nicht wirklich etwas besonderes.

Bei „Destroy your Life“ glaubt man dann plötzlich, man hätte ne andere CD eingelegt. Flott gespielte und gefällig klingende Akustikgitarren, leichtes Drumming und schon sind wir im Neofolk-Bereich angelangt. Dann treten die Vocals in den Vordergrund und wollen irgendwie so gar nicht zum Song passen. Die Gesangslinien an sich passen wunderbar, bloß die im Growling gehaltene Stimme will sich zusammen mit der Folk-Musik meinem Ohr einfach nicht erschließen. Nach dieser sehr eigenwilligen Komposition sind dann wieder die Death-Keulen an der Reihe. Vier gute, aber wiederum nicht außergewöhnliche Brecher walzen etwas dumpf produziert aus den Boxen und dann ist es wieder soweit. Mit „Black“ kommt der nächste „Death Folk“-Song daher. Diesmal allerdings nur mit Growls und Akustik-Gitarre und ohne Schlagzeug. Und wieder will sich die Stimme nicht so richtig einfügen. Richtig cool wird der im Original von BONNIE PRINCE BILLY stammende Track dann aber, als die Drums und die E-Gitarren einsetzen. In dieser Kombination ergeben Growls, E- und Akustik-Gitarren ein gelungenes Gesamtbild, dessen düstere Atmosphäre noch optimal durch die Spoken Words ergänzt wird. Nach einigen weiteren recht klassischen Death-Keulen wird „to the Night Sky“ mit einer weiteren Death Folk-Einlage „I woke from a sleep that lasted all my Life“ beendet.

Eine sehr eigenwillige Zusammenstellung aus Death Metal und Folk-Einflüssen, welche man hier nicht, wie sonst so oft, in die wuchtigen Kompositionen mit einbaut, sondern als eigenständige Songs präsentiert. Sehr interessant, wenn auch sicher nicht jedermanns Sache. Desweiteren sollte man auch noch das wirklich gelungene Artwork bestehend aus geisterhaften Fotografien von Cyril Helnwein erwähnen, welches sich gut zur Musik anpasst.

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