Band Filter

Request did not return a valid result

CALEXICO - Algiers

VN:F [1.9.22_1171]
Artist CALEXICO
Title Algiers
Homepage CALEXICO
Label CITY SLANG
Veröffentlichung ..
Leserbewertung
VN:F [1.9.22_1171]
4.0/10 (44 Bewertungen)

Warum nimmt eine Band, die in Tuscon/Arizona zuhause ist und wie keine andere den Desert-Spirit ihrer Umgebung in ihren Songs umzusetzen weiß, ihre neue Platte „Algiers“ ausgerechnet in New Orleans auf? Als Gründe nennen die beiden Masterminds Joey Burns (Gesang & Gitarre) und John Convertino (Schlagzeug & Percussion) die neuen Inspirationen und Eindrücke, die sie am Mississippi geschöpft haben und deshalb hat der jüngste Longplayer auch den Namen des Stadtteiles von New Orleans erhalten, in den sich die Musiker zurückgezogen hatten.

Die musikalische Umsetzung der drückenden Schwüle Louisianas, der kreolischen Kultur und des Jazz halten sich auf „Algiers“ allerdings in Grenzen. Diesbezüglich sind sich CALEXICO auch auf ihrem sechsten Studio-Silberling treu geblieben und servieren wie mit dem hypnotischen Opener „Epic“ flirrende Sounds, die unweigerlich an staubtrockene Wüsten denken lassen, ehe das temporeiche „Splitter“ zur schnellen Fahrt auf dem Highway verleitet. Das dramatische „Sinner In The Sea“ ist dann tatsächlich ein wenig voodooesk eingefärbt und lädt mit kubanischem Tango nach Mittelamerika ein, während „Fortune Tellers“ und „Para“ erneut ruhige Töne anschlagen. Der Titeltrack „Algiers“, der wie bereits erwähnt nichts mit dem arabischen Frühling zu tun hat, gefällt mit sehr präsenten Slide Guitars und filigranen Melodiebögen, sodass der abwesende Gesang gar nicht fehlt. Mit „Maybe On Monday“ treten nicht nur die Bläser wieder in Aktion, sondern auch Mr. Burns am Mikro. Flotte Mariachi-Sounds sind schließlich mit dem südamerikanisch verbrämten „Puerto“ angesagt, wohingegen „Better And Better“ es erneut ruhiger angehen lässt, um mit „No Te Vayas“ ins Spanische zu wechseln. Von besonderer Intensität ist zudem das gefühlvolle „Hush“, auf das am Ende noch „The Vanishing Mind“ in schleppender Slow Motion folgt.

„Algiers“ hat alles, was man sich von einem CALEXICO-Album wünscht. Auch in New Orleans scheint die schwülwarme Hitze gelegentlich einer knochentrockenen zu weichen, die auf der Langrille erneut vortrefflich eingefangen wurde. Hinzu kommt ein Gefühl von Weite und Endlosigkeit, die bezeichnend ist für die Musik der Herren Convertino und Burns, womit sich das jüngste Baby auch gleich einmal für lange Autofahrten empfiehlt – nicht nur auf amerikanischen Highways, sondern auch auf bundesdeutschen Autobahnen. Und live sollte man die Jungs schon mal gar nicht verpassen. Ab Mitte September stellen CALEXICO ihren aktuellen Longplayer gemeinsam mit lieb gewonnenen Klassikern auf diversen deutschen Bühnen vor!

Es ist noch kein Kommentar vorhanden.

Hinterlassen Sie einen Kommentar.

CALEXICO - Weitere Rezensionen

Mehr zu CALEXICO