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CALEXICO - Edge of The Sun

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Artist CALEXICO
Title Edge of The Sun
Homepage CALEXICO
Label CITY SLANG
Veröffentlichung ..
Leserbewertung
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8.7/10 (3 Bewertungen)

Mitte der 1990er, als Joey Burns (Gesang, Gitarre, Banjo, Piano, Orgel, Akkordeon) und sein kongenialer Partner John Convertino (Drums) sich aus der Wüstenrockcombo GIANT SAND ihres Ziehvaters Howe Gelb in die Selbständigkeit aufmachten, war die Karriere von CALEXICO noch nicht abzusehen. Heute geht an ihnen kein Weg vorbei, wenn es um seelenvollen Mariachi-Country-Rock geht. „Edge of The Sun“ ist das inzwischen neunte Album der Alternative-Country-Indie-Rocker, das mit zahlreichen Gästen in Mexico-City aufgenommen wurde.

So war beim stimmungs- und sehnsuchtsvollen Opener „Falling From The Sky“ Ben Bridwell von BAND OF HORSES als Vokalist mit von der Partie, während Sam Beam (IRON & WINE) seit 2005 bereits mehrere Aufnahmen mit Burns und Convertino gemacht hat und heuer auf „Bullets & Rocks“ dem calexicolischen Klangbild seinen samtigen Gastgesang schenkt. Wenig später befördert Gast-Gitarrist Greg Leisz „When The Angels Played“ per Pedal Steel in den Himmel für die etwas andere Countrymusik,  in dem Pieta Brown (die übrigens auch die Lyrics geschrieben hat) zudem ihre Stimme erhebt. Beim zu Herzen gehenden „Tapping On The Line“ ist es  die Singer-Songwriterin NEKO CASE, die ihren wunderbaren Gesang gemeinsam mit Joey Burns zu Gehör bringt, ehe das spacige „Cumbia de Donde“ die spanische Sängerin AMPARA SANCHEZ auf den Plan ruf. Bereits 2008 hatte die Dame eine Gastrolle bei CALEXICO und spielte außerdem ihr Solo-Debüt mit Burns und Convertino ein. 2015 sorgt sie für die entscheidende Dosis Soul, damit uns die Nummer bis auf die Latin-Dancefloors des Sommers begleiten kann. „Miles From The Sea“ mit GABY MORENO empfiehlt sich im Anschluss erneut als gefühlvoller Begleiter fürs Lagerfeuer oder einsame nächtliche Highways, ehe „Coyoacán“ an die gleichnamige stille Oase im Moloch Mexico-City erinnert, in dem der Silberling entstanden ist. Keine Frage, dass bei diesem Instrumental auch die traditionellen mexikanischen Mariachi-Instrumente nicht fehlen dürfen. Einen zweiten Einsatz hat GABY MORENO beim lebhaften „Beneath The City of Dreams“ und auch Greg Leisz ist mit seinem Saiteninstrument ein weiteres Mal zu hören: der „Woodshed Waltz“ geht direkt in Ohr und Bein, ganz wie „Moon Never Rises“. Dabei ist dieser Track auf den ersten Blick kein typischer CALEXICO-Song; für Burns war er sogar die größte Überraschung des Longplayers, was am Gesangsbeitrag von CARLA MORRISON lag, die das Lied „in ein komplett anderes Universum schickte“. Für das epische Song-Spukschloss „World Undone“ holten CALECIXO mit TAKIM zwei klassisch trainierte Instrumentalisten aus Athen (Bouzouki, Violine) ins Boot und für das finale „Follow The River“ war DEVOTCHKA-Fronter Nick Urata am Mikrofon aktiv.

Man sagt, viele Köche verderben den Brei. Im Falle von „Edge of The Sun“ ist dies nicht der Fall. Entweder haben die Gäste ganz klare Vorgaben gehabt, an die sie sich auch strikt gehalten haben oder ihre Einflüsse waren sehr bereichernd und haben den CALEXICO-Sound positiv begleitet. In jedem Fall sind die Herrschaften aus Tucson/Arizona mit ihrem jüngsten Studio-Output zu ihren Wurzeln zurückgekehrt ohne dabei in Nostalgie zu schwelgen. „Edge of The Sun“ ist absolut auf der Höhe der Zeit und unterstreicht zudem das qualitativ hohe Level, das CALEXICO schon seit ihrem 1997er Debüt „Spoke“ (damals noch unter diesem Bandnamen erschienen und später als CALEXICO wiederveröffentlicht) von Beginn an durchgängig halten.

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