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CALEXICO - El Mirador

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Artist CALEXICO
Title El Mirador
Homepage CALEXICO
Label CITY SLANG
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Joey Burns und John Convertino, die beiden Masterminds von CALEXICO präsentieren ihr zehntes Studioalbum! Nach Exkursionen mit IRON & WINE („Years To Burn“ aus 2019) und ihrer 2020er Weihnachtsplatte „Seasonal Shift“ melden sich die Alternative-Country-Indie-Rocker aus Tucson, Arizona mit ihrem ersten ‚richtigen‘ Studio-Longplayer seit „The Thread That Keeps Us” aus 2018 zurück. „El Mirador“ heißt das gute Stück und umfasst zwölf neue Songs.

Die Langrille bewegt sich zwischen eindringlichem Wüsten-Noir und beschwingten Stößen von Cumbia und kubanischem Son und ist durchdrungen von Sehnsucht. Der Titeltrack „El Mirador“, der bereits vorab als Single ausgekoppelt wurde und von der aus Guatemala stammenden Sängerin und Songschreiberin Gaby Moreno gesungen wird, beschwört etwa Bilder eines Leuchtturms herauf, der mit hypnotischen Basslinien und kaskadenartigen Perkussionen den verlorenen Seelen in der Nacht zuwinkt. Die Dame ist außerdem noch beim rhythmusbetont-geheimnisvollen „Cumbia del Polvo“ und dem wunderbar verträumten „Constellation“ zu hören. Ein weiterer Gast am Mikro ist der spanische Rockmusiker Jairo Zavala, der bei „Cumbia Peninsula“ mit von der Partie ist. Während hier stimmiges Gebläse für südamerikanische Atmosphäre sorgt, erinenrt das verspielte „Harness The Wind“ eher nach texanischer Wüste, wohingegen das straighte „Then You Might See“ temperamentvoll in Ohr und Bein geht. „El Paso“ klingt nach schwüler Hitze und ein wenig Verzweiflung. Anders „The El Burro Song“, der nur so vor Lebensfreude sprüht, bevor „Liberada“ südamerikanische Melancholie zum Besten gibt. Ein instrumentaler Leckerbissen ist das sich anschließende „Turquoise“, ehe das aufgeräumte „Rancho Azul“ schwungvoll übernimmt und „Caldera“ zum eindringlichen Finale anhebt.

„El Mirador“ wurde im Sommer 2021 im Heimstudio des langjährigen Bandmitglieds Sergio Mendoza (Keyboard, Gitarre, Akkordeon & Perkussion) in Tucson aufgenommen und ist eine der fesselndsten und skurrilsten Produktionen, die CALEXICO bisher gemacht haben. Convertino, der jetzt in El Paso, Texas lebt, und Burns, der 2020 nach Boise, Idaho umzog, haben ihre Erinnerungen an die Landschaften des Südwestens und die fröhlichen Schmelztiegel der Barrios in einen beschwörenden Liebesbrief an die Grenzregion in der Wüste verwandelt, die sie über 20 Jahre lang ernährt hat. Durch die Zusammenarbeit mit Freunden und wiederkehrenden Kollaborateuren beleuchten CALEXICO auch die einzigartigen sozialen und sprachlichen Überschneidungen an der Grenze zwischen den USA und Mexiko sowie die großartigen Möglichkeiten einer Welt ohne Grenzen. „The album is trying to convey openness”, fügt Burns hinzu, “Look around you. If you’re in the North, you need a South to live in balance. We’re all breathing together.” Zusammen mit Sergio Mendoza geschrieben und aufgenommen, erweitert das Album die langjährigen Einflüsse von Cumbia, Mariachi und der Fülle von Diaspora-Sounds, die im gesamten Südwesten blühen. Der jüngste Streich zeigt die Band von einer sonnigeren Seite und durchbricht zwei Jahre pandemischen Nebel mit einem Hauch von tanzbarem Optimismus. Auf diese Weise ist „El Mirador“ sowohl ein Aussichtspunkt als auch ein Leuchtfeuer in der Dunkelheit; eine Gelegenheit, nach innen zu schauen, über unsere Verbindungen zur Erde und ihren Bewohnern nachzudenken und hoffentlich einen Weg nach vorne zu finden. Nach Jahrzehnten auf der Straße bleibt die Musik von CALEXICO grenzenlos und romantisch, immer noch auf der Suche nach dem nächsten Abenteuer am Horizont. Die Band wird zudem in diesem Frühjahr zum ersten Mal seit 2018 wieder durch Europa touren und im April und Mai Headline-Shows in Großbritannien, Frankreich, den Niederlanden, Belgien, Deutschland, Österreich, der Schweiz und Italien spielen!

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