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CALEXICO - Spiritoso

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Artist CALEXICO
Title Spiritoso
Homepage CALEXICO
Label CITY SLANG
Leserbewertung
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8.0/10 (3 Bewertungen)

Bevor CALEXICO 2012 ihr sechstes Studioalbum „Algiers” veröffentlichten, erhielten sie die Einladung, ihre Songs in Berlin und Wien mit international bekannten Film- und Radio-Orchestern live zu spielen. Daraus ist die Live-LP „Spiritoso“ entstanden, das erstmalig als Bonus-CD der Erstauflage von „Algiers“ beigefügt wurde und später noch einmal für Vinyl-Sammler in limitierter Auflage am Record Store Day 2013 erschienen ist. Da beide Formate so gut wie vergriffen sind, gibt es jetzt die Gelegenheit, den Silberling auch allein zu kaufen. Diese Möglichkeit sollten sich nicht nur eingefleischte Fans auf keinen Fall entgehen lassen. Auch für Neuendecker des CALEXICO-Kosmos bietet „Spiritoso“ nicht nur jede Menge Hits und ausgewählte Stücke der „Algiers“-Langrille, sondern durch die orchestrale Instrumentierung auch ein ganz besonderes Flair des Alternative Country/Indie-Rock-Sounds der Amerikaner, die seit 1996 gemeinsam Musik machen.

Angefangen beim geheimnisvollen „Frontera/Trigger“ vom 1999er „The Black Light“, das gemeinsam mit dem Radio-Symphonieorchester Wien eingespielt wurde, über das grandiose „Epic“ vom besagten jüngsten Studio-Output „Algiers, für das die Truppe aus Arizona gemeinsame Sache mit dem Deutschen Filmorchester Babelsberg machte. So klingt „The News About William“ („Carried To Dust“ aus 2008) auch durchaus nach Neo-Western, während „Black Heart” vom 2003er „Feast of Wire“ für gehörige Dramatik sorgt. „Minas de Cobre“ entführt derweil auf ein mexikanisches Fest mit viel Musik, bevor „Inspiracion“ einen Hauch Tango-Feeling ins Spiel bringt. Das coole „Two Silver Trees“ ist der ideale Begleiter für nächtliche Fahrten auf einsamen Highways, wohingegen „Para“ eine Geschichte voller Melancholie erzählt. „Quattro (World Drifts In)“ steckt voller beschwingter Verspieltheit, ehe „Crystal Frontier“ (2000 auf „Hot Rail“ erschienen) leise, aber feine Töne anschlägt. In diesem Sinne schließen sich auf der Zielgeraden schließlich noch „The Vanishing Mind“ und „Fortune Teller“ an.

Gelegentlich nimmt in der Welt der Rockmusik der Einsatz eines Orchesters durchaus inflationäre Züge an. Im Falle von CALEXICO und den Orchester-Kollegen aus Berlin und Wien darf man jedoch sagen, dass sich das Ergebnis „Spiritoso“ absolut hören lassen kann. Die verschiedenen musikalischen Welten passen perfekt zu einander und schaffen einen besonderen Hörgenuss, den ich mit in der Tat live und nicht nur als Live-Konserve wünschte.

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