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CALIBAN - The Opposite from Within

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Artist CALIBAN
Title The Opposite from Within
Homepage CALIBAN
Label ROADRUNNER RECORDS
Leserbewertung
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6.6/10 (5 Bewertungen)

Nach HEAVEN SHALL BURN hat nun auch endlich das zweite Flagschiff der deutschen MetalCore-Szene den Absprung vom Underground Label Lifeforce zu einem großen, internationalen Metal-Label – in diesem Fall Roadrunner – geschafft. Und das hat sich für CALIBAN absolut ausgezahlt. Denn durch die größeren finanziellen Möglichkeiten war es den Ruhrpottlern möglich, ihrem neuen Album „The Opposite from Within“ endlich den längst fälligen fetten Sound zu verpassen. Für diesen waren diesmal keine geringeren Koryphäen als IN FLAMES-Fronter Anders Friden (Produzent) und Mischpult-Guru Andy Sneap (Mix/ Mastering) verantwortlich, wobei vor allem letzterer schon für seine Arbeiten mit ARCH ENEMY, MACHINE HEAD und KILLSWITCH ENGAGE Lorbeeren einheimsen konnte. Dementsprechend knallt auch „The Opposite from Within“ im knackigen Metal-Sound aus den Boxen.

Aber nicht nur sound-technisch, sondern auch musikalisch haben sich CALIBAN eine ganze Ecke weiter entwickelt. So ist man mittlerweile fast gänzlich weg vom brachialen Ober-Gebretter der Anfangstage. Man klingt deutlich erwachsener, die Songs kommen wesentlich schneller auf den Punkt und bleiben viel schneller in den Gehörwindungen hängen. Dafür zeichnen auch die cleanen Vocals verantwortlich, die nun in eigentlich jedem Song zu finden sind. Als Musterexemplare dafür sind vor allem „Goodbye“, „My little Secret“, das schon fast melancholische „Certainty… Corpses Bleed Cold“ und der Opener „The Beloved and the Hatred“ zu nennen. Zum letztgenannten Titel wird es auch noch ein Video geben. Die Songs auf „The Opposite…“ bieten ein sehr abwechslungsreiches Spektrum an SLAYER-Moshparts, oldschool Hardcore-Breaks und cleanen Ohrwurm-Refrains. Zum Abschluss des Albums wird bei „100 Suns“, wo Sänger Andy gegen Atombomben wettert, noch einmal ordentlich kompromisslos auf die Glocke gebrettert, und dann ist das sehr kurzweilige Album auch schon zu Ende. Aber man ist schnell versucht nochmals auf „Play“ zu drücken, um sich das bislang beste CALIBAN-Album ein weiteres mal zu geben.

Sicherlich werden die Oldschool-Fans nun „Sell Out“ rufen, aber genau so eine Scheibe muss man als junge Band vorlegen, um weiterhin auf dem aufsteigenden Ast zu bleiben: Logische Weiterentwicklung, neue Einflüsse und doch vergisst man seine Roots nicht. Und mit dem Top-Label im Rücken dürften wir CALIBAN demnächst mit der einen oder anderen großen Band auf Tour sehen.

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