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CALLISTO - Providence

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Artist CALLISTO
Title Providence
Homepage CALLISTO
Label FULLSTEAM RECORDS
Leserbewertung
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10.0/10 (2 Bewertungen)

Fantastisch, fantastisch, fantastisch! Ein wahres Kleinod an musikalischer Klangmalerei bringen uns die Finnen von CALLISTO im Gott sei Dank noch recht trüben März… Musik zum einfach nur die Augenschließen, zum Zug fahren und dabei aus Regenbenetzten Fenstern starren, seiner Liebsten mit einem Glas Rotwein in der Hand nachtrauern oder einfach mal wieder die Kopfhörer entstauben, sich auf Musik „konzentrieren“ und sich durch inspirierte Traumwelten leitenlassen… All das ist mit dem dritten Longplayer „Providence“ möglich, der man höre und staune, auch schon die finnischen Charts geknackt hat!

Das Sextett konzentriert sich bei seinen Lautmalereien größtenteils auf die leisen Töne, um die vernebelte Atmosphäre nicht zu zerstören, aber dennoch wird nicht ganz auf vulkanische Ausbrüche verzichtet. Durch die wohldosierte Platzierung kommen diese aber imposanter zur Geltung und sorgen für kleine Schlaglöcher in der ansonsten wahrscheinlich zu ebenen Straße. In solch lauteren Momenten fühlt man sich an BREACH aber größtenteils an OPETH erinnert, ohne dabei zur bloßen Kopie zu verkommen. Insgesamt erinnert das Gesamtkonzept an das ebenfalls gelungene Album von DEMIANS, so sind auch hier KING CRIMSON-Zitate, eben die ausufernden Seventies (das Mellotron! GENESIS lassen grüßen!) insgesamt, tonangebend. Aber für Überraschungen sorgt der 2008 eingestiegene Jani Ala-Hukkala, der erstens mit samtweicher Stimme begeistert, aber – „Potzblitz!“ – des Öfteren an „Der Drogengott hab ihn selig“ Layne Staley von ALICE IN CHAINS erinnert! Einfach mal den Track „Stasis“ hören und staunen! Trotz der überlangen Titel will einfach keine Langeweile aufkommen, immer wieder sorgen Blas- oder Streich-Instrumente für Abwechslung, werden große Filmklassiker in ihrer Soundtrack-Geste zitiert („Angel Heart“! „Der Pate“!), oder eben doch ein rockiges Riff in den Sound hinein gewoben. Zu allem Überfluss verströmt „Providence“ ein durch und durch analoges Flair, ein Sound zum genießen, eine Wohltat für die Ohren. Keine schneidenden Töne, keine verzerrten Höhen, wo es leise sein soll, ist es leise, wo es laut sein soll, ist es laut. So soll es sein!

„Providence“ sei hiermit wirklich jedem Prog-Rock oder Post-Core-Freund (eigentlich jedem Musik-Connaisseur) wärmstens empfohlen! In diesem Bereich kann man eigentlich nichts besser machen, CALLISTO dürfen ab jetzt als Band genannt werden, an der nachfolgende Bands sich messen müssen!

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