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CANAAN - Of prisoners, wandering souls and cruel fears (2-CD)

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Artist CANAAN
Title Of prisoners, wandering souls and cruel fears (2-CD)
Homepage CANAAN
Label EIBON RECORDS
Veröffentlichung ..
Leserbewertung
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7.0/10 (13 Bewertungen)

CANAAN sind im (näherungsweise) Doom/ Dark/ Avantgarde Metal – zumindest in ihrem Herkunftsland Italien – eine feste Größe. Seit 16 Jahren haben sie es zusammen mit vorliegendem Werk „Of prisoners, wandering souls and cruel fears“ auf sieben Alben gebracht. Ich bin nun kein klassischer Metal-Fan, aber von genre-typischem Sound reden wir hier sowieso nicht.

CANAAN sind fünf Musiker um Sänger Mauro (Berchi, auch Eibon Records-Cheffe). Als zweite Stimme fungiert seit kurzem eine Dame namens Arianna (was leider der Qualität sehr abträglich ist, Meinung des Chef. Red.). Musikalisch fahren die Italiener eine umfangreiche Mixtur auf. Neben schleppenden Drums und verfremdeten Synthesizern sind wohl die meist verzerrten Bass- und E-Gitarrenspuren die dominantesten Elemente. So dominant, dass sogar der Gesang zu sehr in den Hintergrund gerät, und häufig auch leider verzerrt oder andersartig verfremdet ist. Dabei wäre eben jener in seiner Reinform noch der größte Trumpf bei CANAAN, der hier leider nicht ausgespielt wird. Alles in allem klingt die Scheibe auch gar nicht mal schlecht. Aber nun weiß ja fast jeder, dass „gar nicht mal schlecht“ auch bei weitem nicht gut bedeutet. Denn bedauerlicherweise wirken die Songs sehr monoton und zwar in der negativen Variante. Der Hörer weiß nie so richtig, wo der eine Song endet und der andere anfängt. Das macht ein komplettes Durchhören der Scheibe zur musikalischen Alternative von Valium.

Auf der zweiten CD des Albums wird es auch nicht besser. CANAAN haben neben ihrer Vorliebe für dezenten Doom auch einen Hang zu Ambient-Tönen. Beides haben sie auf den vergangenen Alben immer abwechselnd verflochten. Hier ist nun soviel Material angefallen, dass man beide Stile getrennt präsentiert, was den Einschlafeffekt beider CDs deutlich erhöht. Denn auch der dargebotene Ambient/ Dark Ambient ist nichts, was den Kenner vom Hocker haut.

Für Fans sicherlich eine Bereicherung. Alle anderen sollten sich vorher auf jeden Fall eine Hörprobe gönnen. Schade eigentlich, denn die Band hat durchaus Potenzial (wie auf den teilweise grandiosen Vorgängern [„Brand New Babylon“] bewiesen), nutzt es aber leider 2012 nicht mehr annähernd.

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