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CANAAN - The Unsaid Words

VN:F [1.9.22_1171]
Artist CANAAN
Title The Unsaid Words
Homepage CANAAN
Label EIBON RECORDS
Veröffentlichung ..
Leserbewertung
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9.0/10 (1 Bewertungen)

„The unsaid words“ markiert bereits das fünfte Album der italienischen Düster-Formation CANAAN, und auch hierauf beschreitet das Quintett konsequent den von ihm auserkorenen Weg des Schwermutes und der Melancholie, getreu den drei selbst ausgegebenen Fixpunkten im CANAAN-Universum, die da lauten: „NOTHING. NEVER. NOWHERE.“

Im einzelnen wechseln sich bei den 16 neuen Stücken wie gewohnt traditionell mit Gitarre, Bass, Schlagzeug und Keyboard instrumentierte Songs, die im weitesten Sinne als emotionaler Dark Rock zu beschreiben sind, sowie experimentelle Ambient-Kompositionen ab, bei denen neben den obligatorischen Dronen diesmal wahlweise auch etwa sakrale Chöre oder Streicher-Passagen zum Einsatz kommen, und die sowohl einen gelungenen Kontrast als auch ein Bindeglied für die bzw. zu den „regulären“ Stücken bilden. Diese wiederum wirken auf den ersten Blick etwas unspektakulärer und weniger ergreifend als beispielsweise die heimlichen Hits der Vorgänger-Alben „Brand new Babylon“ („In un cielo di pece“, „La simmetria del dolore“) und „A calling to weakness“ („Grey“, „Un ultimo patetico addio“). Doch der Teufel liegt im Detail und nachdem man sich mit dem vorliegenden Werk etwas ausgiebiger beschäftigt hat, wissen etwa das geschmeidige „This world of mine“, das zerbrechliche „In a never fading illusion“ oder auch das Titelstück ebenso zu überzeugen. Gerade letzteres bietet diese besonderen Momente auf, bei denen CANAAN aus der sonst überwiegend ruhigen Grundstimmung gelegentlich aus sich herausgehen und vor allem Sänger Mauro seine Stimme etwas erhebt. Eine weitere Besonderheit stellt zudem der Umstand dar, dass besagter Mauro das Mikrophon diesmal für die beiden italienischen Titel „Senza una risposta“ und „Il rimpianto“ einem gewissen Gianni von seinen Landsleuten COLLOQUIO überlassen hat, der diese beiden verträumten Stücke mit seiner sanften und warmen Stimme veredelt hat.

Auch beim Songwriting für „The unsaid words“ hat man neue Wege eingeschlagen und zunächst reduzierte Basisstrukturen der Songs entwickelt, an denen sich dann jedes Bandmember einzeln verwirklichen und Veränderungen oder Ergänzungen vornehmen konnte, bevor die Fragmente dann endgültig zusammengefügt worden sind. Dennoch sind die Tracks aber keineswegs überladen, sondern die jeweiligen Elemente fügen sich zu einem harmonischen Klangkosmos. Durch diese Vorgehensweise erklärt sich auch die Zeitspanne von circa dreieinhalb Jahren zum Vorgänger-Album, die letztlich aber mit gut 71 Minuten Musik doch sehr produktiv und erfreulich genutzt worden ist.

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