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CANCER - Family, Music, Me

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Artist CANCER
Title Family, Music, Me
Homepage CANCER
Label FASTBALL MUSIC
Leserbewertung
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6.5/10 (2 Bewertungen)

Joel Bader ist solo. Interessiert ja erstmal keinen. Aber dem Schweizer steht das Alleinsein ganz gut, er wirkt hörbar befreit nach der Auflösung von SLIMBOY. Als Vollblutmusiker war schnell mit CANCER ein neuer Projektname (nicht zu verwechseln natürlich mit der britischen Death Metal Legende) und mit Clemens Matznick ein geeigneter Produzent gefunden. Dass Matznick zuvor u.a Alben der DONOTS, von RAMMSTEIN und REVOLVERHELD veredelt hat, hört man auch „Family, Music, Me“ an, dem Debüt von Joel Bader aka CANCER.

Mit einer Mischung aus Indierock, Powerpop und Punk bringt Bader seinen englischsprachigen, Akzentlastigen Sound unters Volk. Nach dem balladesken Einstand „Mother“ füllen die Songs anschließend Eingängigkeit in leere Pfandflaschen. Das süffige Gebräu „Looking back“ und die Gute-Alte-Zeiten Hymne „I felt hope“ reichen bereits aus – schon ist es um unsere westeuropäischen Ohren geschehen. Die Akkorde motivieren zur Körperertüchtigung, die Refrains laufen in der Gehörmuschel auf Dauerrotation und Joel Bader wird zum Helden angebrochener Nächte. Seine Stimme ist rau/ reif beschlagen wie Gras am kühlen Morgen, die Texte haben den bittermelancholischen Nachgeschmack einer Nacht, in der man über vieles nachgedacht hat, während der Pilot das Ding doch zielgenau im Gehör platziert. Bestes Beispiel der Titeltrack, welcher zunächst wenig spannend textlastig plätschert, bevor eine Bridge zum Pophimmel führt.

„Family, Music, Me“ mag nicht sonderlich abwechslungsreich sein und das Indiepopschema F bedienen. Sich seiner zugänglichen, mitreißenden Art zu entziehen, ist dennoch ein unmögliches Unterfangen. There’s no cure for this CANCER.

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