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CARMA STAR - Where my Soul begins to bend

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Artist CARMA STAR
Title Where my Soul begins to bend
Homepage CARMA STAR
Label CZAR OF CRICKETS PRODUCTIONS
Leserbewertung
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7.5/10 (8 Bewertungen)

Prima, denkt man, wenn man das Info zu CARMA STAR liest: Wieder so eine Band, die es (anscheinend) nicht geregelt bekommt. Immerhin hat sich diese Schweizer Combo 2000 formiert und kann sich damit rühmen, ihr Debüt Album in Los Angeles aufgenommen zu haben. „Headroom of Conscience“ wurde im Frühjahr 2003 veröffentlicht (noch unter dem Namen COMA STAR), um dann mit dem Material in Australien und Europa zu touren. Anschließend verkrachte man sich, was erklärt, dass wir es hier „erst“ mit dem zweiten Album der Truppe zu tun haben.

Jetzt mag man ja glauben, dass man hier reichlich abgehangene Ware in die Hörgänge bekommt, nur wird man einmal mehr herzlichst überrascht. Dieses Album ist ein absoluter Alternative Rock Kracher geworden. Der Opener „ Amnesia“ erinnert fast schon an 90iger Jahre ANTHRAX mit einer Spur Bush. Tolle Gitarrenwände und eine atmosphärische Strophe, bei der auch ALICE IN CHAINS hätten Paten sein können. Weiter im Konzept geht’s mit „Twothree“, wo man mächtigst shoutend in den Song einhämmert, mit einem geschmacksechten Chorus irgendwo zwischen TOOL und SOUNDGARDEN. „Watching Satellites“ könnte fast in Co Produktion mit DREDG entstanden sein, tolle Lyrics („See the world from above and try not to cry…“) mit einer pathetisch ausgewogenen Mischung aus Härte und Harmonie. Überhaupt erinnert die Stimme des Sängers Emmi Lichtenhahn an verschiedene Größen des Genres. Eine Portion Cobain, ein wenig Gavin Rosdale mit einer Prise STONE TEMPLE PILOTS’ bzw. jetzt VELVET REVOLVERs Scott Weiland. Eben dieser Stil Mix liegt auch musikalisch CARMA STAR zugrunde. Mal heftig, mal weniger druckvoll interpretieren sie Vorstellungen vom Alternative Rocks in einer bunten, aber immer geschmackssicheren Art und Weise.

Während Werke von absolut etablierten Künstlern oftmals nur 1 bis 2 hörbare Außergewöhnlichkeiten enthalten, läuft dieses Teil nur so über von „Burnern“. Leider verfangen sie sich hier und da im Selbstzitat, was auf ähnliche Songstrukturen zurückzuführen ist. Auch darf man nicht hoffen, dass die Band neue Horizonte aufzeigt. Letztendlich ist es aber ein verdammt gutes Rockalbum geworden. Man darf hoffen, dass CARMA STAR bis zum nächsten Album nicht wieder im Streit zerfällt, denn „Where my Soul begins to bend“ macht Lust auf mehr.

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