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CARPARK NORTH - Phoenix

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Artist CARPARK NORTH
Title Phoenix
Homepage CARPARK NORTH
Label SONY
Leserbewertung
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6.3/10 (3 Bewertungen)

CARPARK NORTH sind in ihrer dänischen Heimat bereits seit Längerem eine ziemlich große Nummer. Immerhin gibt es die Elektro-Pop-Combo auch schon seit 1999 und „Phoenix“ ist bereits das fünfte Album des Trios. 2010 waren Sänger und Gitarrist Lau Højen, Bassist und Tastenmann Søren Balsner sowie der Drummer Morten Thorhauge hierzulande als Support für 30 SECONDS TO MARS zu sehen und weitere Auftritte beim Rock am Ring und dem Zwillingsfestival in Nürnberg sorgten dafür, dass CARPARK NORTH auch eine kleine deutsche Fanbase etablieren konnten. Für die wurde schließlich auch Langrille No. 4 aus dem Hut gezaubert: „Lost“ basierte dabei auf Songs der beiden Vorgänger-Alben „Grateful“ (aus 2008) und „All Things To All People“ (2005 erschienen), die neu arrangiert und abgemischt wurden. Für den jüngsten Longplayer mussten die deutschen Anhänger erneut etwas länger warten, denn „Phoenix“ wurde in Dänemark bereits Anfang 2014 veröffentlicht. Jetzt kommen auch wir in den Genuss der zwölf neuen Songs, die im bandeigenen Luxus-Studio aufgenommen und von CARPARK NORTH selbst produziert wurden.

Daheim kletterte der Dreier mit dem Silberling bis an die Chartspitze, auch die Single „32“ schaffte es bis auf Platz 1 – wie gesagt, zuhause sind die Jungs Superstars. Ein Status, die sie bei uns wohl so schnell nicht erreichen werden, wenngleich sie zweifellos solides Handwerk abliefern. Angefangen beim eröffnenden Titeltrack „Phoenix“, der rockige Momente mit leisen Passagen kombiniert und Lust auf mehr macht. Eine Besonderheit bringt der bereits erwähnte Track „32“ mit. Der ist im Original mit ALPHABEAT-Sängerin Stine Bramsen entstanden, in der deutschen (aber immer noch englischsprachigen) Version des treibenden Songs übernimmt den weiblichen Part GUANO-APES-Frontfrau Sandra Nasic. Das nachfolgende ”Renegade” wurde ebenfalls bereits als Single ausgekoppelt und bringt ein wenig Stadion-Ergriffenheit ins Geschehen. Für das gefühlvolle ”Just Like Me” haben die Herrschaften den Landsmann Søren Dahl Jeppesen ins Boot geholt, während „You’re My Fire“ die beiden dänischen Vorzeigerapper NIK & JAY ans Mikro bittet. Das Tempo bleibt gedrosselt, neben Gast-Sprechgesang gibt’s auch noch Laus melodischen Vocals zu hören, ehe perlende Pianoakkorde „Home of Heartache“ eröffnen. Derweil gibt das tanzflächentaugliche „Burn It“ erneut Gas, bevor „Everything Starts Again“ abermals mit großem Besteck Emotionen in Arena-Format verpackt. Da haben sich CARPARK NORTH wohl das eine oder andere bei 30 SECONDS TO MARS abgeguckt. In diesem Sinne schließt sich auch das sentimentale „I Walk On“ an, das ausnahmsweise auf den ganz großen Paukenschlag verzichtet. Dafür greift „We Hold The Stars“ abermals in die Pathos-Trickkiste und auch die Kollaboration mit DJ Hedegaard (ebenfalls eine dänische Institution), die auf den Namen „This Is Goodbye“ hört, weiß auf die Kacke zu hauen. Bleibt noch das finale „Brothers“, das ebenfalls zu Herzen geht, sich dafür aber ausnahmsweise eher leiser Töne bedient – zumindest am Anfang, denn zwischendrin wird auch hier noch mal bombastisches Stadionfeeling vermittelt.

Für meinen Geschmack übertreiben es CARPARK NORTH auf „Phoenix“ ein wenig mit den großen Gesten und pompösen Gefühlsausbrüchen. Etwas mehr Rock und Abwechslung hätte der Platte sicher gut getan, denn so ist sie mir leider ein wenig zu blank poliert geraten. Mal schauen, wie das die deutschen Fans sehen – im Mai kommen die Herren für einige Headliner-Shows nach Deutschland und im Sommer sind sie noch mal mit SUNRISE AVENUE auf großer Tour.

1 Kommentar

  1. Ursula sagt:

    Ich feier‘ das Album total.

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