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CARPATHIAN FOREST - We´re going to hell for this (Over a decade of perversions)

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Artist CARPATHIAN FOREST
Title We´re going to hell for this (Over a decade of perversions)
Homepage CARPATHIAN FOREST
Label Avantgarde
Leserbewertung
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8.7/10 (3 Bewertungen)

Pünktlich zum 10-jährigen Bandjubiläum beglücken uns die Norweger mit einer gelungenen Kollektion bestehend aus Höhepunkten ihres bisherigen Schaffens sowie reichlich Zusatzmaterial. Diese stellt zugleich die erste Veröffentlichung seit dem Ausstieg von Nordavind dar. Dessen langjähriger Weggefährte Nattefrost hat mittlerweile als ständige Verstärkung die Herren Tchort, Vrangsinn und Kobro in die Band geholt. Gemeinsam bieten sie weiterhin kalten, hasserfüllten und misanthropischen Black Metal wie man ihn sich aus dem Nordland wünscht. Die Scheibe enthält acht aus diesem Jahr stammende Studioaufnahmen, neun im Oktober 2001 in der Schweiz und im März 2002 auf dem Inferno Festival in Oslo mitgeschnittene Livetracks sowie einen Demosong aus dem Jahre 1996.

Den Anfang machen vier Eigenkompositionen, darunter auch ein Song der Carpathian Forest-Vorgängerband `The Childmolesters´, der sich aber durchaus in den typischen CF-Stil einreiht. Besonders hervorzuheben ist die Neuaufnahme von „Bloodlust and Perversion“ vom gleichnamigen ersten Demo, welche den Klassiker durch die erstmals verschaffte gute Klangqualität zu neuem Glanze erblühen lässt. Weiter geht es mit Coverversionen von Discharge, Darkthrone und Venom. Das relativ unspektakuläre Discharge-Cover ist mir im Original nicht bekannt, dafür wissen aber „In League with Satan“ und besonders „In the shadow of the horns“ zu überzeugen. Den Abschluss des Studioparts bildet eine Fortsetzung zu dem auf „Strange old brew“ enthaltenen „The good old enema treatment“, mit dem die Jungs ihre sexistische Ader ausleben. Fans wissen was hiermit gemeint ist. Die Liveaufnahmen setzen sich zum Großteil aus Stücken der letzten beiden Veröffentlichungen „Morbid fascination of death“ sowie dem besagten „Strange old brew“ zusammen. Zu erwähnen ist die für Black Metal Konzerte erstaunlich gute Soundqualität. Zu guter Letzt erwartet den geneigten Hörer eine Demo-Version von „Death triumphant“, später zu finden auf „Black shining leather“.

Insgesamt eine Scheibe, die sowohl Neu-Interessierten den Einstieg in die Welt von Carpathian Forest schmackhaft machen sollte, aber die aufgrund einer Spielzeit von über 70 Minuten und dem reichlich enthaltenen neuen Material (einen netten hidden track gibt es zum würdigen Abschluss auch noch) sicher auch für Fans, die die bisherigen Studioalben bereits besitzen, interessant ist.

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