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CARTRIDGE - Fractures

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Artist CARTRIDGE
Title Fractures
Homepage CARTRIDGE
Label RECORDS & ME
Leserbewertung
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8.3/10 (9 Bewertungen)

Langeweile war wie bei so vielen anderen Bands auch bei Mathias Wullum Nielsen (Vocals & Guitar), Alex Phumoon Thomsen (Guitar), Thomas Vesterbæk (Bass & Synth) und Niels Fibæk Bertel (Drums & Percussion) der Antrieb, Musik zu machen. Irgendwie gab es in der dänischen Provinz nichts wirklich aufregendes und so starteten die Herrschaften Ende 2002 das Projekt CARTRIDGE, das sie zwei Jahre später mit einem 3-Track-Demotape und einem weißen Wohnmobil namens „Moby Dick“ durch Dänemark und Europa führen sollte. Auf diese weitgehend unorganisierte Konzerttour folgte eine EP und die Feuertaufe beim Roskilde 2005, bevor 2006 das Debütalbum „Entfant Terrible“ erschien. Nun legen die Dänen mit „Fractures“ nach, wollen wir doch mal hören, was die Jungs zu sagen haben.

„The Woods“ wurde bereits als Single veröffentlicht und fand besonders bei den College Radios großen Anklang, wobei auch die großen Stationen Gefallen an der gut gelaunten Nummer gefunden haben. Spätestens hier beweisen CARTRIDGE, dass sie nicht nur britische und skandinavische Indie-Vorbilder kopieren, sondern präsentieren einen frischen Sound, der die Sonne aufgehen lässt. Bei Songs wie „The Reverend And The Scientist“, „1925“ oder „Poltergeist“ kommt zusätzlich noch eine stärkere elektronische Komponente mit ins Spiel, wobei schon allein das deutsche Wort „Poltergeist“ im Song sehr unterhaltend rüberkommt. Natürlich haben CARTRIDGE auch eine melancholische Seite, schließlich sind sie in trostlosen, sturmerprobten Heidelandschaften aufgewachsen. „Chimneys Stood Like Monuments“ kombiniert diesen schwermütigen Zug mit einer ordentlichen Portion Zuversicht. So schnell lassen sich CARTRIDGE nicht unterkriegen. Auch wenn sich das vielleicht bei „I Met Her Aka The Flesh“ anfangs so anhört, schon bald gewinnt die positive Energie des Vierers wieder die Oberhand und „Rough Diamonds“ glitzern facettenreich um die Wette mit dem „Fatal Twist of Fate“, mit dem CARTRIDGE noch mal Tempo machen. „Brain Cloud“ gehört eher zu den verspielten Midtempo-Nummern mit britischen Anklängen, während „The Wagon“ ein letztes Mal percussionreich und mit einschmeichelndem Gesang zum Tanzen einlädt.

Zweifelsohne haben CARTRIDGE ihre Wurzeln irgendwo im klassischen Indie-Rock. Sie fügen dem Sound jedoch eine gewisse Calypso-Komponente hinzu, welche die Angelegenheit sehr erfrischend und eigenständig macht. Der perfekte Soundtrack für den Frühling, wenn er denn endlich kommt.

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