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CATHEDRAL - The Guessing Game

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Artist CATHEDRAL
Title The Guessing Game
Homepage CATHEDRAL
Label NUCLEAR BLAST
Veröffentlichung ..
Leserbewertung
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Lange, sehr lange war es ruhig um die englischen Psychodoomster um den ehemaligen NAPALM DEATH Shouter Lee Dorrian. Volle fünf Jahre mussten sich die Fans gedulden seit dem letzten Studioalbum „The Garden of Unearthly Delights“. Wobei zu den Fans gleich gesagt werden muss, dass es hier nicht um den klassischen MAIDEN/ HAMMERFALL/ ähnliche Bands–Anhänger geht. Lange schon sind und waren CATHEDRAL eher für den leicht angeschrägten Metaller zuständig. Damit waren sie nie eine ganz große, aber doch stets außergewöhnliche Nummer, insofern ist es unbedingt eine gute Nachricht, wenn diese Band back in business ist und endlich wieder eine abendfüllende Scheibe voreinander gebracht hat.

Los geht’s (natürlich) mit einem leicht psychedelisch angehauchten Intro, das mit einem (von „Rosemary’s Baby“ geklauten?) weinenden Baby endet, so weit alles im Plan. Auch der folgende „richtige“ Opener wird die Kenner der Band jetzt nicht so sehr verblüffen: „Funeral of Dreams“ basiert zwar auf einem trockenen und harten Rocksong, bietet aber reichliche John Sinclair Hörspiel meets EUROBOYS Zwischenspiele und auch einen richtig schön hingeleierten Part aus der Nervenzerrmühle. So weit alles im Lack also. Es zeigt sich aber im Folgenden, dass die Engländer sich heuer auf einem anderen Weg befinden: im Mittelpunkt steht der durchdachte und knackige Song. Dieser fußt im Allgemeinen – wenig überraschend – auf deutlich Iommi–inspirierten, trockenen Riffs und zeigt sehr in eine Stoner Richtung, die man heutzutage leider nicht mehr oft hört. Klassisch doomig sind CATHEDRAL dabei nur noch selten („Edwige’s Eyes“) und wenn, kommen dabei auch nicht die spannendsten Songs heraus. Richtig stark werden CATHEDRAL vor allem dann, wenn sie kräftig losrocken und in diesen Songs dann instrumental befreit losjammen: hierfür stehen tolle Songs à la „Painting in the Dark“ oder „Death of an Anarchist“. Auch (leicht) verrückt, aber schwer von der Kette gelassen wie in „Cat’s Inscense, Candles & Wine“ kann die Band richtig Spaß machen. Zum guten Schluss bietet die Kathedrale mit den beiden 10-Minütern Brachial Doom, wie man ihn zuletzt von ihren Landsleuten LAMP OF THOTH gehört hat („Requiem for the Voiceless“) sowie harten Up Tempo Rock mit Reißerqualitäten („Journey into Jade“) und beweisen damit, dass sie auch innerhalb der etwas engeren Grenzen konventionellen Songwritings eine ganz weite Spanne ausfüllen können, und, dass sie das ganze Spektrum harter Rock- und Metalmusik beherrschen.

Alles bestens also im Lager der Engländer? Leider nicht ganz. Mit „The Running Man“ hat sich ein neunminütiger Vollstinker auf das Album geschlichen, den man so gar nicht mehr befürchtet hätte. Zudem sind einige Songs schlicht zu lang. Nicht jede Komposition hat die Breite, um acht, neun oder auch zehn Minuten auszufüllen, hier wäre weniger eindeutig oft mehr gewesen. Value for money ist zwar schön, artet in diesem Fall leider ein ums andere Mal in money for Langeweile aus. Dennoch: alte CATHEDRAL Fans werden hier zuschlagen und wahrscheinlich nicht enttäuscht werden. Für alle anderen gilt; sorgfältig reinhören!

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