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CEREMONY - Still nothing moves you

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Artist CEREMONY
Title Still nothing moves you
Homepage CEREMONY
Label BRIDGE 9
Leserbewertung
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9.0/10 (1 Bewertungen)

Willkommen im Sterne-Restaurant Bridge 9! Nach dem Easy-Core Entree, kredenzt durch NEW FOUND GLORY und vervollständigt durch das gute, alte H20, dem Hauptgericht dargereicht in Gestalt von VERSE und HAVE HEART (Leber war aus), besorgen uns CEREMONY den Aperitif. Nicht Rennie, nein CEREMONY räumen den Magen auf!

„Still nothing moves you“ ist aber ein echter Magenbitter, bahnt sich seinen Weg ungestüm in die Eingeweide und verbreitet mit seinen Achtziger-Power-Violence-Punk-Core-Angriffen Angst und Schrecken! Es rumpelt an jeder Ecke, die Drums poltern wie aus dem Proberaum nebenan und Schreihals Ross Farrar brüllt seine Düster-Lyrics hemmungslos in die Welt hinaus. Pro-Tools? What the fuck! Das ist Hardcore in seiner ursprünglichsten Form, man möchte fast den Begriff Black-Core erfinden, um die Attitüde des Bay Area Fünfers in Worte zu fassen. OFFENDERS ohne Rock, GO! in ernst, GORILLA BISCUITS ohne Kekse, flankiert von anderen Radau-Düster-Brüdern wie CLOAK/ DAGGER, THE BANNER, ELYSIA (minus deren Metal-Anteil) und textlich artverwandten wie PAINT IT BLACK und SHAI HULUD, mörsern und dröhnen sich die räudigen Köter durch ihre 21 Minuten Spielzeit. Und das keine Minute zu kurz oder zu lang. Wer immer noch meckert, dass 20 Minuten kein Album ergeben, hat das Wesen des Hardcores nie verstanden und wird es auch nie verstehen. Hardcore soll Dir an die Kehle springen, Dich atemlos zurücklassen… Ein erstklassiger Cumshot, ohne erlahmendes Vorspiel. Alle großen Klassiker dieses Genres haben keine längere Spielzeit, im Gegenteil. Wem das nicht passt, geht weiter DREAM THEATER hören…

Das alles heißt aber nicht, das CEREMONY nur den Vorwärtsgang kennen. Schon der Opener „Dead Moon California (Midnight in Solitude)“ beginnt mit verzerrten Höllen-Bass und entschleunigter Doom-Ästhetik, einige Zwischenspiele huldigen ebenfalls dem Slo-Mo-Gott und der Lo-Fi-Göttin und so bilden die 15 Tracks ein auf und ab der Gefühle. Abgerundet durch ein simples Klapp-Digipack und Spartaner-Artwork umweht „Still nothing moves you“ gleichermaßen ein Hauch von Back-to-the-roots und Neuanfang.

„I don’t kneel in worship, I don’t believe in a ghost. I don’t take kindly to judgement, death follows me underground. Thunder and Lightning protect me from god. I won’t be skull fucked by faith. I am the upside down cross.”
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