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CHADWICK STOKES - The Horse Comanche

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Artist CHADWICK STOKES
Title The Horse Comanche
Homepage CHADWICK STOKES
Label NETTWERK
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CHADWICK STOKES, der mit bürgerlichem Namen Chad Urmston heißt und aus Sherborn, Massachusetts stammt, bringt mit „Horse Comanche“ sein zweites Solo-Album heraus. 2011 veröffentlichte er sein Debüt „Simmerkane II“. Er ist unter anderem auch Mitglied der amerikanischen Independent-Band DISPATCH und Leader der Band STATE RADIO. Wer auf so vielen Hochzeiten tanzt, braucht eben auch sein ganz eigenes persönliches künstlerisches Ventil.

Sein Texte sind des Öfteren sehr politisch motiviert, aber er kann auch sehr introvertierte und persönliche Lyrics aufs Blatt bringen. „The Horse Comanche“ ist für alle geplagten Großstadtexistenzen, die sich in einer Tretmühle aus Arbeit und sozialen Zwangsverpflichtungen befinden. Sie sollten CHADWICK STOKES dankbar sein – vorausgesetzt dass sie dieses Kleinod erst einmal für sich entdecken. Dabei macht der Musiker auf seinem zweiten Longplayer nicht viel anderes als auf dem Vorgänger. Doch hach, wie schön nimmt sich dieser Jingle-Jangle-Westcoast-Gitarrenpop aus. Dies hier ist die passende Gelegenheit, um seine Gedanken mal auf entspannenden Urlaub zu schicken, alles wirkt leicht und luftig, da können auch die Texte nichts dran ändern, die sich gerne in einer leicht verzagten Melancholie bewegen. Eine unprätentiöse, unaufgeregte Platte ist es geworden, bestechend durch ihre Gewandt- und Einfachheit. „The Horse Comanche“ will so wenig und zieht einen doch gerade deswegen in den Bann. All die simplen Melodien wie in „Our Lives Our Times“ oder „Dead Badger“ wiederholen sich gerade oft genug, um zu einem leisen Rauschen zu werden und einen in dämmernden Halbschlaf zu geleiten, dort wo die Wellen mit lässiger Gleichmäßigkeit an Land schwappen. Hier existiert kein Sturm, das Meer scheint nie aufzubrausen, genauso wenig wie die Musik oder der Gesang jemals überbrodeln.

Nur zu guter Letzt, wenn das betäubte Gehirn sich dann doch noch einmal aufbäumt, blitzt hier und da die Frage auf, wo die Reise denn noch hingehen könnte? Die Sonnenstrände scheinen langsam abgegrast und bevor sich Langeweile einstellt, sollte dann doch bald mal eine kleine Wende her. Aber alles zu seiner Zeit und bloß keine Eile, denn Hektik verträgt die nebelverhangene Welt von CHADWICK STOKES noch nicht.

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