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CHARLIE WINSTON - Curio City

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Artist CHARLIE WINSTON
Title Curio City
Homepage CHARLIE WINSTON
Label SONY
Leserbewertung
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6.3/10 (3 Bewertungen)

CHARLIE WINSTON heißt eigentlich Charlie Winston Gleave und ist ein britischer Singer-Songwriter. 2006 hatte er gemeinsame Auftritte mit dem Ex-GENESIS Sänger PETER GABRIEL. Dieser nahm in dann bei seinem Plattenlabel unter Vertrag und mit auf Tournee. Dies sind schon mal gute Voraussetzungen, um sich in der Musikwelt einen Namen zu machen. Mit „Curio City“ kommt jetzt schon sein fünftes reguläres Album auf den Markt.

Stilistisch unterscheidet sich sein neuer Longplayer jetzt nicht von seinen Vorgängern und seine Stimme bleibt immer noch Geschmackssache. Die zehn Tracks von „Curio City“ hinterlassen ein stimmiges und durchweg positives Gefühl, laden mit Eingängigkeit zum Mitsingen ein und fließen unschuldig dahin, ohne den Hörer allzu sehr zu fordern und zu beanspruchen. Diese Leichtigkeit gründet jedoch nicht in der Oberflächlichkeit, welche dem Genre Folk allzu oft anhaftet. Die Arrangements sind breit und warm ausgelegt. Der hintergründige Aufwand ist mit einem großen Schwung an bunten Instrumenten garniert und sogar noch größer als zuletzt. Es regieren Indie, Folk und Rock. So hört man vor allem im Anfangsbereich von „Curio City“ die Diskrepanz zwischen dem naturgemäß Organischen und dem überlegt Komponierten. Heißt: Die festen Arrangements beißen sich mit den Sekunden, in denen CHARLIE WINSTONS Stimme frei und luftig daherkommt, so als renne man aneinander vorbei. Auch finden sich mit „Lately“ und „Evening Comes“ zwei schwache Stücke, die einen anderen aktuellen Konflikt des Musikers offenbaren: Schnell ist man ohne Spannungsaufbau beim Höhepunkt. Mit simplen Melodien schreitet er flink nach oben, ohne einer mitreißenden Melodie entgegenzustreben. So rasant dieser Höhepunkt erreicht ist, so schlagartig ist er auch schon wieder vergessen.

Die großen Themen sind die Erfahrung von Liebe und Verlust, das Schwelgen in Erinnerungen und das Bedauern. Diese werden in derselben süßlichen Bitterkeit, die auch schon die früheren Alben auszeichnete, dargeboten. Es geht um komplizierte Freundschaften und verbotene Liebe. Eine glanzvolle Zeit, wenn auch die Erinnerungen vielleicht nicht gerade glamourös sind. Achtet man auf die Lyrics, fällt einem ein großer Kontrast auf: Diese sind nämlich, typisch CHARLIE WINSTON, eher düster, während der Silberling auf musikalischer Seite einer der hellsten und fröhlichsten bislang ist. Das ist zwar einerseits irritierend, andererseits funktioniert die Langrille so auf verschiedenen Ebenen in ganz unterschiedlicher Weise.

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