| Artist | CHRISTIAN FETISH |
| Title | Aura Nera |
| Homepage | CHRISTIAN FETISH |
| Label | NOISE APPEAL RECORDS |
| Leserbewertung |
1987 gründete der Österreicher Christian Fuchs die Industrial-Rock-Kapelle FETISH 69, bei der er bis zur Auflösung 2003 am Mikro stand. 2004 folgte das Trip-Hop-Projekt BUNNY LAKE und parallel dazu die NEIGUNGSGRUPPE SEX, GEWALT UND GUTE LAUNE, auf die ab 2014 mit DIE BUBEN IM PELZ Alternative-Rock mit Wiener Dialekt auf dem Programm stand. Das BLACK PALMS ORCHESTRA liefert seit 2016 fiktionale Soundtracks im Düster-Folk-Pop-Gewand und dann gibt es seit 2024 auch noch das Musikprojekt DER KLEINE TOD, das Fuchs gemeinsam mit der österreichischen Künstlerin BERIT GILMA macht. Darüber hinaus ist der Mann auch als Film- und Musikjournalist tätig und kehrt jetzt mit CHRISTIAN FETISH und dem Album „Aura Nera“ in Industrial-Rock-Gefilde zurück.
Für dieses Vorhaben hat er sich der Unterstützung diverser Kolleg:innen versichert. So ist beispielsweise die bereits erwähnte Berit bei zwei Songs dabei. Konkret beim düsteren „Ghost In a Machine“ und dem hypnotischen „Snake Charmer“. Für das rhythmusbetonte „Minus Man“ hat sich Kollege Fuchs Sonja Maier bei den Power-Pop-Punks-Landleuten von BAITS ausgeliehen, die den Song mit ihrer Reibeisen-Stimme veredelt. Dead Richy Gein (Sänger bei BLOODSUCKING ZOMBIES FROM OUTER SPACE) ist bei der eingängigen Postpunk-Hymne „No Life In Outer Space) mit von der Partie, während Medina Rekic (früher bei den 2017 aufgelösten WHITE MILES – die Band war am 13. November 2015 als Support der EAGLES OF DEATH METAL im Pariser Bataclan-Theater, wo bei einem islamistischen Anschlag Dutzende Menschen starben) gleich bei fünf Nummern mitwirkt. Dazu zählt der Titeltrack „Aura Nera“, den es in zwei dunklen Slow-Mo-Varianten auf die Ohren gibt. „White Line Fever“ wirkt im Vergleich geradezu munter und das tanzbare „I Will Be Gone“ würde die schwarze Gemeinde auch bei einer DEPECHE-MODE-Party auf den Dancefloor locken. Derweil kriecht „Mater Insomnia“ mit entschleunigter Intensität ins Hirn, wo Mastermind Christian beim Opener „Survival Diary pt. 2“ noch knackigen Industrial serviert hat.
Hier und da hätte ich mir von CHRISTIAN `FETISH auf seinem Debüt „Aura Nera“ etwas mehr Schmackes gewünscht. Dass er sich bei zahlreichen Musikerfreund:innen Hilfe geholt hat, war dabei zweifellos nicht von Nachteil, da die unterschiedlichen Vocals für interessante Kontraste und Abwechslung sorgen. NINE INCH NAILS haben bei dieser Platte zweifellos Pate gestanden und Fans von Trent Reznor & Konsorten sei auch „Aura Nera“ ans Herz gelegt.

Hinterlassen Sie einen Kommentar.
Du musst angemeldet sein, um einen Kommentar abzugeben.