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CHRISTOPH ISRAEL - Ein Wintermärchen – Weihnachtslieder aus Deutschland

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Artist CHRISTOPH ISRAEL
Title Ein Wintermärchen – Weihnachtslieder aus Deutschland
Homepage CHRISTOPH ISRAEL
Label UNIVERSAL
Veröffentlichung ..
Leserbewertung
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10.0/10 (1 Bewertungen)

In genau einem Monat ist Heiligabend. Der erste Advent steht vor der Tür und ich habe mir noch keine Gedanken über die Weihnachtsdeko gemacht. Das wird sich auch nicht mehr ändern, denn ich komme gut ohne jahreszeitlichen Schnickschnack aus. Nun gut, in zwei Wochen erwarte ich übers Wochenende Nichte und Neffe im Kindergarten-Alter. Da wird vermutlich ein Adventskalender gut kommen und wahrscheinlich stehen die beiden Kurzen auch auf Weihnachtslieder. Deshalb trifft es sich ja eigentlich ganz gut, dass mich die CD „Ein Wintermärchen – Weihnachtslieder aus Deutschland“ erreicht hat, auch wenn es sich dabei nicht wirklich um eine kindertaugliche Compilation á la ROLF ZUCKOWSKIs „In der Weihnachtsbäckerei“ handelt.

Der Berliner Arrangeur, Komponist, Pianist und Produzent Christoph Israel entstaubt zusammen mit Vokalisten wie MAX RAABE (mit andächtig-getragenenen Fassungen von „Ihr Kinderlein kommet“ und „Stille Nacht“), dem Bassbariton THOMAS QUASDORF („Süßer die Glocken nie klingen“), GREGOR MEYLE (modernisiert „Leise rieselt der Schnee“), CASSANDRA STEEN ( verleiht mit ihrer R’n’B-Stimme „Am Weihnachtsbaume die Lichter brennen“ einen souligen Touch) sowie der großartigen KATHARINA THALBACH mit ihrem festlich-verrückten „Morgen Kinder wird’s was geben“ und dem Deutschen Filmorchester Babelsberg und den Instrumentalisten Albrecht Mayer und Andreas Blau 18 bekannte deutsche Weihnachtslieder und verleiht ihnen neuen Glanz.

Traditionelles weihnachtliches Liedgut recomposed als Contemporary Classic-Versionen, das ist er Plan, der aufgeht und die Musik zu so etwas wie einem Advents-Soundtrack macht. Klassische Kammermusik trifft hier auf Ambient-Einflüsse. Opulent orchestrierte Parts wechseln sich mit minimalistischen, dekonstruierten Elementen ab, um schließlich gemeinsam zu einer kopfkinohaften Klangschöpfung zwischen Tradition und Moderne zu verschmelzen. So beginnt Israels Instrumentalinterpretation von „Leise rieselt der Schnee“ mit spartanischen, perforierten, leicht atonalen Downtempo-Klängen, um sich schließlich zu einem eindringlichen Streicher-Stück zu entwickeln. „Morgen Kinder wird’s was geben“ fängt als fröhlich-treibende Orchester-Version an, die im Mittelteil von faszinierend fremdartigen Xylophon- und Violinensoli unterbrochen wird. Und die spielerisch-minimalistischen Openingklänge von „Kling, Glöckchen klingelingeling“ steigern sich von einem zerrissenen Dialog aus Spieluhr, Spinett und Glockenspiel im Laufe des Liedes zu einem festlichen Christmas-Classic der ganz besonderen Art.

„Viele dieser Lieder hängen einem ja schon zu den Ohren raus, wenn man nur an sie denkt, so oft hat man sie in Einkaufspassagen vor sich hindudeln hören“, so Christoph Israel abschließend. „Ich will, dass die Leute sie mit anderen Ohren wahrnehmen. In einem neuen Gewand; ohne sie vollkommen zu verfremden oder den Sinn zu entstellen. Weihnachten ist ein leuchtendes Fest – dieses Leichte, Lichte sollte auch in der Musik durchscheinen. Und ich wollte auch etwas von dem Märchenhaften transportieren, das Weihnachten umgibt. Wenn die Drei Könige einziehen und allerlei Gaben aus dem Morgenland mitbringen, hat das für mich etwas von einem wunderschönen Traum.“ Bleibt nur noch zu wünschen: Frohe Weihnachten und den Menschen ein Wohlgefallen.

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