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CHRISTOPHER ANNEN & FRANCESCO WILKING - Alles was ich je werden wollte

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Artist CHRISTOPHER ANNEN & FRANCESCO WILKING
Title Alles was ich je werden wollte
Homepage CHRISTOPHER ANNEN & FRANCESCO WILKING
Label ANNEN & WILKING RECORDS
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Christopher Annen, Gitarrist bei ANNENMAYKANTEREIT und Francesco Wilking von DIE HÖCHSTE EISENBAHN, CRUCCHI GANG, ARTUR & VANESSA etc. pp. haben zusammen Musik gemacht. Nur mal so. Das ist ausgeartet. Deswegen gibt es jetzt ein Album namens „Alles was ich je werden wollte“ und auf einer ganz kleinen Tour waren die Herren dieser Tage auch. Angefangen hat es mit einer EP mit vier Songs, damit muss sich jedoch niemand mehr aufhalten, denn diese Lieder sind neben elf weiteren Tracks auch auf der Langrille enthalten.

Wobei, angefangen hatte es eigentlich damit, dass Francesco, einer der umtriebigsten Musiker Deutschlands, bei ANNENMAYKANTEREIT angefragt hatte, ob die erfolgreichen Kölner nicht auch ein Stück für Wilkings Kinderlied-Reihe „Unter meinem Bett“ hätten. Die Band musste passen, doch Christopher konnte weiterhelfen und so fand man sich zusammen im Studio wieder. Die Chemie stimmte, eins kam zum anderen und im Frühjahr 2023 waren so die ersten sechs Songs im Kasten, der Rest folgte ein Jahr später. „Wie hat das anfangen“ fragt sich das Duo auch auf dem Album bzw. bereits auf der EP – auch wenn es hier eigentlich um eine Trennungsproblematik geht, die extrem entspannt verhandelt wird. Das temperamentvolle „An nem guten Tag“ ist die erste Nummer, die Kollege Annen beisteuerte, von Herrn Wilking stammte am Anfang das entschleunigte „Gut genug“. Einen kleinen Hit haben die Jungs auch: das smoothe „Gut so allein“, das mit einem wunderbar schrägen Text und einem schmucken Saxofon versehen ist. Ein besonderer Gast ist derweil beim beschwingten „Hundertmal Nichts (Gold)“ zu hören: ROCKO SCHAMONI sorgt hier für die letzten Worte im Outro. Ein weiterer Gesangsgast ist beim finalen, sehr filigranen „Blackbox“ Stefanie Schrank (GORILLA CLUB, LOCAS IN LOVE, KARPATENHUND). Eine tolle Nummer, doch allein wegen des Titels zählt auch „Menschen in Arschlochautos“ zu meinen Favoriten. Das Banjo sorgt für eine besondere Stimmung und in Sachen Instrumentierung sei auch noch auf den Opener „Alles, was ich je werden wollte“ verwiesen, denn hier kommt mit Streichern, Percussion und Flöten neben den gesetzten (Bass-)Gitarren und Drums das große Besteck zum Einsatz, ohne aufdringlich zu werden.

Das ist wohl auch ganz grundsätzlich das Wesen von „Alles was ich je werden wollte“: CHRISTOPHER ANNEN & FRANCESCO WILKING erzählen kleine, mitunter etwas schräge Geschichten auf eine leichte, manchmal fast schon beiläufige, aber nie beliebige Art und Weise, die angenehm verspielt und ungezwungen ist. Das Zuhören macht einfach Spaß und wenn gelegentlich die Gedanken auch einfach mal abschweifen, macht das auch gar nichts, denn einen Plan es ja schließlich nicht.

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