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CHROM - Electroscope

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Artist CHROM
Title Electroscope
Homepage CHROM
Label FEARSECTION
Leserbewertung
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6.3/10 (3 Bewertungen)

CHROM fielen mir das erste Mal im Jahre 2008 bei einem kleinen Festival im momentan vor der Schließung stehenden Berliner Knaack-Club auf. Die zur Verlosung stehende EP „Manufactured“, die damals noch in Eigenregie entstand, wusste zu gefallen, verschwand allerdings recht flott aus dem musikalischen Gedächtnis. Im nun dritten Jahr nach der Gründung (2007) tauchen Thomas Winters, Christian Marquis und Ray:X mit „Electroscope“ wieder auf und präsentieren ein Debüt, welches, soviel sei vorweg genommen, mehr als zu überzeugen weiß. Ob BLUTENGEL-Mastermind Chris Pohl auf CHROM während eines Supports aufmerksam wurde, weiß ich nicht. Fakt ist, dass CHROM ihr erstes Werk auf dem Pohlschen Label Fearsection veröffentlichen. Besagter Herr verewigt sich dann am Ende des Albums bei „The Worst Day“ auch mit einem BLUTENGEL-Remix.

Der Umstand, dass ich „Electroscope“ so richtig in Ruhe in der ersten Urlaubswoche am Strand hören konnte, lässt vielleicht den Schluss zu, dass mein Sinn vernebelt und mein Urteilvermögen leicht gestört ist. Den Zahn muss ich euch ziehen. CHROM überzeugen schon beim ersten Hördurchgang mit feinem EBM/ Futurepop und klarem Gesang. Was mich im speziellen begeistert hat, ist die Tatsache, dass die üblichen monotonen Songgerüste anderer Genrevertreter im Schrank bleiben und ein sehr vielseitiges Album mit 10 schicken Songs, plus 2 Remix-Versionen abgeliefert wird. Schön hart aber trotzdem melodiös sind „Morbid Mind“ und „Stalker. Mein persönliches Highlight „Amused To Abuse“ geht auch richtig gut ab. Wer es gerne etwas gefühlvoller mag, dem seien „Only You“ und „Scared Tonight“ empfohlen. Insbesondere 2tgenannter Song lädt zum träumen ein. Zwischendurch kommen mir Vergleiche zu COLONY 5 oder auch VNV NATION in den Kopf, aber nein, CHROM basteln da etwas ganz Eigenes. Das ist bei der Masse der Genreanbieter nicht einfach, gelingt aber überraschend gut.

Die drei „CHROMis“ bauen ein feines Debüt mit komplexen Sounds, gutem Gesang und sofort eingängigen Songs, die das Tanzbein jucken lassen. Ein rundum gelungenes Album.

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