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CHURCH OF MISERY - Houses Of The Unholy

VN:F [1.9.22_1171]
Artist CHURCH OF MISERY
Title H
Homepage CHURCH OF MISERY
Label RISE ABOVE RECORDS
Leserbewertung
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10.0/10 (1 Bewertungen)

Japan, Land der aufgehenden Sonne, fernöstlicher Musik und Heimat diverser Kampfsportfilme – und auch die Herkunft von CHURCH OF MISERY. Eine Band, die sich ähnlich DAHMER musikalisch dem ungewollten Ableben ihrer Protagonisten widmet. Welch ein Thema – vor allem bei der allseits aufkommenden Diskussion zum Thema „Killerspiele“ und anderweitigen Inspirationsquellen für Gewalttaten.

Aber mal zurück zur Musik der Japaner. Was erwartet man von einer japanischen Band im Metalsektor? Klassischen Power Metal mit schnellen Soli? Tastenverliebte Töne mit asiatischen Einflüssen? Vielleicht sogar weiblichen Gesang wie in den schönsten Godzilla-Filmen? All diese Gedanken darf oder sollte man vor dem Genuss von „Houses of the unholy“ über Bord werfen und sich auf eine krachende Doom-Scheibe freuen. Die Jungs verstehen es, ihren 80er Jahre Doom mit hemmungslosem Spiel zu versehen und einen wilden Cocktail aus BlACK WIDOW, Old-School-Acid Rock und einer Stimme, die sich nach einem heißeren Van Zant anhört, zu mixen. Und das soll gut klingen? Oh ja! Fette Gitarrenriffs treiben die Songs mit aller Macht voran, während die Texte gut verständlich ins Mikro gebrüllt werden. Unterstützt werden die Songs dabei von schrägen Solo-Einlagen an den Saiteninstrumenten. Der langsame Opener „El Padrino“ geht dabei noch vergleichsmäßig zahm vor. Jedoch schon das folgende Stück „Shotgun Boogie“ verweißt mit seinen wilden Klängen viele Genrekollegen auf die hinteren Plätze. „Bloodsucking Freak“ kommt vergleichsweise rockig daher und bewegt sich in Gewässern, die schon von BLACK SABBATH durchsegelt wurden. Dabei kreischen die Gitarren stark verzerrt und ganz einfach laut. Die Produktion ist dementsprechend auch druckvoll geraten. Drums, die Stromgitarren und die Stimme klingen so, wie man sie erwartet – einerseits mit einem Hauch 80er, andererseits aber auch auf aktuellem Stand.

Das hier vorliegende Werk aus dem Land der aufgehenden Sonne ist wohl eher dafür geeignet, diese zu verjagen und Weltuntergangsstimmung zu verbreiten. Wohlig bratende Soli, mächtige Riffs und eine druckvolle Darbietung bringen alles, was das Acid/ Doom-Herz begehrt – aber eben ausschließlich nur für diese Fans. Andere Hörer wird das Material wohl eher nicht ansprechen.

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