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CIARAN LAVERY - Sweet Decay

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Artist CIARAN LAVERY
Title Sweet Decay
Homepage CIARAN LAVERY
Label BELIEVE DIGITAL
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Auch wenn CIARAN LAVERY in seiner irischen Heimat mit Preisen ausgezeichnet ist und auf Spotify mittlerweile über 80 Millionen Streams zu verzeichnen hat, ist es doch sein Talent für poetische Lyrics, die ihm bislang die meiste Beachtung brachten. Auf seinem Longplayer „Sweet Decay” verbindet der Ire gekonnt akustische Ohrwürmer mit traditioneller Songwriting-Kunst. Abseits der großartigen Melodien ist die Platte jedoch vor allem eine Sammlung feinfühliger Geschichten, die trostreich und zugleich verstörend sind und an die lyrische Brutalität einer ANGEL OLSEN oder die Feinfühligkeit eines NEIL YOUNG erinnern.

Zu Beginn der Arbeit an seinem nunmehr dritten Studioalbum konzentrierte sich Lavery vor allem auf die Lyrics. Denn obwohl er seinen erdigen Folk-Sound den letzten fünf Jahren perfektioniert hat, war es ihm wichtig, dass er seine Kreativität nicht eindämmen oder limitieren musste, um eine bestimmte Geschichte zu erzählen. „Ich wollte lyrisch keine Schwachstellen offenbaren”, erklärt er. „Dieses Album sollte reifer sein, eine Weiterentwicklung.” Es war ein langer Prozess; über ein Jahr, unterbrochen von diversen Tourneen. Und wenn auch beschwerlich, so beeinflusste die langwierige Arbeit am Album auch das Schreiben selbst. „Einer der besten Wege, um auf Tour nicht den Verstand zu verlieren, waren Kurzgeschichten, verschiedene Manuskripte in die ich schnell eintauchen konnte. Es fällt mir schwer auf Tour zu schreiben, deshalb sammle ich vor allem Ideen. Die Kurzgeschichten haben mir einfach einen anderen Blickwinkel gegeben.” Und so las Clarian verschiedene Geschichten von Denis Johnson, Joy Williams, Raymond Carver, JD Salinger, Castle Freeman Jr und vielen anderen. Die emotionale Tiefe, das Erzähltempo und vor allem die Detailverliebtheit inspirierten und motivierten ihn.

Die musikalische Umsetzung darf ohne Übertreibung als gelungen bezeichnet werden. Mit seiner samtig-rauen Stimme umgarnt CIARAN LAVERY seine Hörer ebenso wie mit seinem Singer-Songwriter-Stuff, der zwischen Melancholie und Zuversicht genau den richtigen Ton trifft. Dafür braucht es kein gewaltiges Brimborium, auch mit kleinem Besteck sind große Emotionen drin und gerade die Reduziertheit des Sounds sorgt manches Mal für einen ganz besonderen Reiz. Als Anspieltipps seien die zuversichtliche Single „13“, das anheimelnde „To Chicago“ und das schwermütig wummernde „Bones 4 Blood“ genannt. Weiterhin empfohlen: das bassbetonte „Beast At My Door“ und das ruhige „Morning Bell“, auf das mit „Sweet Decay“ am Ende der Titeltrack als gefühlvolle Pianoballade mitsamt Streicher-Einlage folgt. Da darf dann auch ruhig mal wohlig geseufzt werden, wenn die letzten Melodien verklungen sind.

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