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CIEN - Ecce Homo

VN:F [1.9.22_1171]
Artist CIEN
Title Ecce Homo
Homepage CIEN
Label OLD TEMPLE
Leserbewertung
VN:F [1.9.22_1171]
7.0/10 (1 Bewertungen)

Eigentlich ein Land, das vor allem starke Death Metal-Bands hervorbringt, bietet Polen mittlerweile auch einiges an der Schwarzkittelfront. Ein Vertreter davon ist CIEŃ aus Krakau, die in ihrer Umsetzung des Black Metals eher auch mal auf gesetzteres Tempo mit Doom-Einschlägen setzen, aber natürlich auch die grundlegende brutale Ausrichtung nicht vergessen.

So bietet schon der Opener „Rebellion“ sowohl getragene Riffwände mit gezogenen Melodiebögen als auch brachiale Auswüchse mit ordentlich Dampf, welche aber nie in pure Raserei ausarten. Da regiert bei den Drums mehr die Doublebass als das Snare-Geblaste. Das folgende „Betonowe Krolestwo“ beginnt nachdenklich, mit schleppenden Melodien, choralen Backing-Vocals und fiesen Screams, was das ganze eher in die Depressive-Richtung bringt. Auch „Lusfulness“ lebt mehr von der düsteren Atmosphäre, wonach „Slave of Life“ wieder etwas mehr Tempo und Eingängigkeit ins Spiel bringt. So bewegen sich CIEŃ eher im Niemandsland der Black Metal-Facetten. Sie zocken nicht eingängig genug für die Black N’Roll-Schiene, nicht brachial genug für die klassische Raserei und klingen nicht verzweifelt genug für die Depressive-Ecke.

Das ist an sich nicht verkehrt und könnte interessant klingen, würde man wissen, was man tut. Wenn man selbst dabei allerdings rüberkommt, als wäre man noch konzeptlos und eher unsicher gegenüber dem eigenen Sound, wird es doch eher kritisch und macht es für den Hörer nicht gerade einfach zu erkennen, was die Band nun eigentlich will. Und in genau diesem Stadium befinden sich CIEŃ!

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