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CIRCUS ELECTRIC - s/t

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Artist CIRCUS ELECTRIC
Title s/t
Homepage CIRCUS ELECTRIC
Label CIRCUS ELECTRIC
Leserbewertung
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7.0/10 (1 Bewertungen)

2019 haben Adrian Dehn (Gesang & Gitarre), Oskar Pursche (Bass) und Leonard Vaessen (Drums) CIRCUS ELECTRIC gegründet. Das Herz der drei langhaarigen Zausel schlägt für Rock’n’Roll, Soul und Blues und mit ihrem Sound konnte der Dreier bereits die legendären DEEP PURPLE überzeugen. Deren für 2021 geplante Open-Air-Tour wird das Trio als Support begleiten und wer auf die Mucke der britischen Hard-Rock-Altvorderen steht, sollte auch ruhig dem selbstbetitelten Langspiel-Debüt von CIRCUS ELECTRIC ein wenig Zeit widmen.

Konkret knapp 38 Minuten, denn so lange läuft der Silberling, der sich in zwölf kurzweilige, energiegeladene Songs aufteilt. Wobei es ziemlich wahrscheinlich ist, dass es nicht bei diesen 38 Minuten bleibt, denn die Platte lädt dazu ein, nochmal gehört zu werden. Natürlich erfinden die Jungs das Rad nicht neu, aber sie verstehen ihr Handwerk und beweisen Spielfreude und sind mit Herzblut bei der Sache. Man fühlt sich direkt mit dem Kopfnicker-Opener „Cheap Love“ in die Seventies katapultiert und auch das nachfolgende „Make It Rain“, bei dem die Herrschaften wie noch häufiger auf dem Album von Richie Barton an der Orgel begleitet werden, könnte ebenso gut in jenem Jahrzehnt entstanden sein. Der CIRCUS-ELECTRIC-Style ist jedoch alles andere als verstaubt oder altbacken! Vielmehr sind CIRCUS ELECTRIC mit viel Temperament und Verve unterwegs, was die Musik einfach zeitlos macht. „Face To Face“ wirkt dabei verspielter als seine Vorgänger, wohingegen „Where The Wind Blows“ zu Handclaps einlädt und die entschleunigte Blues-Nummer „Sugar Glider“ den Bass stärker in den Fokus rückt. Derweil frickelt sich das flotte „Blonde Poison“ in die Gehörgänge, bevor „Jailbreaking“ die DANKO-JONES-Gitarren von der Leine lässt. „Dying Star“ schlägt ruhigere, akustische Töne an, die dank des finalen „Let Me In“ von treibenden Melodien abgelöst werden.

Ein rundum gelungener Mix, der keine Wünsche offenlässt, so man es denn gern oldschool mag. Im Übrigen sei zu CIRCUS ELECTRIC noch gesagt, dass sie sich selbst als Learning-by-doing-Typen bezeichnen, wozu denn ja auch das DIY-Prinzip passt, nach dem der Erstling entstanden ist: als Eigenproduktion im Studio von Schlagzeuger Leo Vaessen.

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