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CITIZEN - Life In Your Glass World

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Artist CITIZEN
Title Life In Your Glass World
Homepage CITIZEN
Label RUN FOR COVER RECORDS
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CITIZEN wurde 2009 in Toledo, Ohio gegründet. Musikalisch sind Mat Kerkeses (Gesang), Nick (Gitarre) und Eric (Bass) Hamm irgendwo zwischen punkigem Emo, Indie-Rock, Noise, Alternative und Post-Hardcore unterwegs. Die Jungs lassen sich nur ungern in eine Schublade stecken und so fällt auch jede CITIZEN-Platte stilistisch anders aus. Für ihren vierten Streich „Life In Your Glass World“ hat Fronter Mat seine Garage zum Tonstudio ausgebaut, um die Freiheit zu haben, das Album im Alleingang entstehen zu lassen. So hat das Dreigestirn im eigenen Tempo an den elf Stücken gearbeitet und herausgekommen ist ein abwechslungsreicher Mix aus Aggression und Melodie, der sich ziemlich tanzbar und groovig präsentiert.

Mit dem Opener „Death Dance Approximately“ ertönt gleich einmal ein knackiger Weckruf der Amis, die sogleich auf den Dancefloor bitten, wo sich auch das nachfolgende „I Want To Kill You“ mit treibenden Brit-Pop-Anleihen pudelwohl fühlt. Dank „Blue Sunday“ bekommt der Sound eine melancholische Note und auch „Thin Air“ haftet noch eine gewisse Düsternis an, die sich jedoch langsam in Wohlgefallen auflöst. Und so präsentieren Nummern wie „Call Your Bluff“ und „Black And Red“ große Refrains mit Ohrwurmcharakter, während das böse „Pedestal“ den wuchtigen Drums und verzerrten Basslinien den Vortritt lässt. Weiter geht’s mit dem rhythmusbetonten „Fight Beat“, das äußerst cool daherkommt, wohingegen „Glass Word“ (womöglich eine Anspielung auf die ‚Glass City Toledo‘?) in warmen Emotionen schwelgt und „Winter Buds“ leise Töne anschlägt. Bleibt noch das finale „Edge of The World“, mit dem CITIZEN ein letztes Mal zum Indie-Tanze bitten.

CITIZEN zeigen sich mit „Life In Your Glass World“ hochdynamisch und beweisen, dass sie deutlich mehr als einen Gitarrenriff draufhaben. Nach eigenem Bekunden steckt in den Liedern ‘ne ganze Menge Wut, die der Dreier jedoch gekonnt zu kanalisieren wusste. Die Rede ist gar von einem Exorzismus aufgestauter negativer Gefühle und wenn dies so war, ist der Teufelsaustreibung absolut gelungen, denn die Songs kommen positiv rüber und sorgen allein durch ihr überbordendes Temperament für gute Laune.

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