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CLARA LUZIA - We Are Fish

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Artist CLARA LUZIA
Title We Are Fish
Homepage CLARA LUZIA
Label ASINELLA RECORDS
Leserbewertung
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3.0/10 (2 Bewertungen)

Clara Luzia Maria Humpel kommt aus Wien, macht bereits seit den frühen Neunzigern Musik und ist mir bislang noch nie untergekommen. Seit 2005 verwendet sie ihre beiden ersten Vornamen als Künstlernamen und hat unter dieser Bezeichnung bereits fünf Alben veröffentlicht. Das letzte heißt „We Are Fish“ und lässt zumindest aufgrund dieser Bezeichnung Assoziationen mit SCOOTERs „How Much Is The Fish“ aufkommen. Damit hat’s sich aber auch schon mit den Gemeinsamkeiten, denn bei der Dame aus der Alpenrepublik steht eine Melange aus Singer/Songwriter und Rock auf dem Programm.

Wobei die Rockanteile wohl neu im Sound sind. Bislang hatte sich CLARA LUZIA eher dem Kammerfolkpop verschrieben und in diesem Sinne startet auch der Opener „With Headlights On“ mitsamt einigen reduzierten Pianoakkorden, denen warmer Gesang und eine anheimelnde Instrumentierung folgen. Mit dem Titeltrack „We Are Fish“ packt die Musikerin, die von den Kollegen Heidi und Roswitha Dokalik (Streicher & Melodica), Ines Perschy (Schlagzeug & Gitarre), Max Hauer (Klavier, Gitarre, Bass & Ukulele) und pauT (Bass) unterstützt wird, den Verstärker aus uns lässt die Saiteninstrumente von der Leine, während „A Presentiment“ die eigene Endlichkeit erneut mit ruhigeren, dabei aber sehr eindringlichen Klängen thematisiert. „No One’s Watching“ und insbesondere das flotte „Leave The Light On“ lassen zwischenzeitlich den Lautstärkepegel steigen, um im getragenen „Light Is Faster Than Sound“ Klezmer-Passagen einzubauen, bevor „Monster In You“ zum Tanze auf den Indie-Dancefloor bittet. Beim rhythmusbetonten „The Fall“ schieben sich noch einmal schwermütige Streicher in den Mittelpunkt, um mit „The Menace Is My Head“ mit beschwingt-perlenden Klavier-Spielereien und knackigen Langäxten zu enden.

Vergleiche mit den bisherigen Platten des Fräulein Humpel kann ich in Unkenntnis der Materie nicht anstellen, was sie auf „We Are Fish“ abliefert, ist jedoch abwechslungsreich und absolut hörenswert. Die Folkanteile überwiegen deutlich, werden aber mit den dezenten Rock-Beimischungen gekonnt aufgepeppt, ohne dabei unschöne stilistische Brüche zu riskieren.

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