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CLAUDIA BRÜCKEN - Where Else…

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Artist CLAUDIA BRÜCKEN
Title Where Else…
Homepage CLAUDIA BRÜCKEN
Label CHERRY RED
Leserbewertung
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6.0/10 (2 Bewertungen)

Irgendwie ist es schwer zu glauben, dass seit dem letzten Album von CLAUDIA BRÜCKEN schon wieder fast zwei Jahre vergangen sind (genau genommen sind es gut 22 Monate, aber da darf man etwas großzügiger aufrunden). Nach dem reinen Coveralbum „The Lost Are Found“ legt sie jetzt elf neue Songs vor, die sie bis auf zwei Ausnahmen selbst geschrieben hat. Das Ergebnis zeigt, dass Frau BRÜCKEN mit den gecoverten Inspirateuren (ich weiß, das gibt’s nicht, klingt aber genau richtig) des Vorgängers mühelos mithalten kann – mitsamt der Erkenntnis, dass Selbstgeschriebenes doch immer noch eine Spur besser, weil authentischer ist.

An die PROPAGANDA-Zeiten erinnert ja schon lange nichts mehr, ausgenommen die Stimme, die sich in den letzten dreißig Jahren eigentlich nicht so sehr verändert hat. Möglicherweise ist es gerade das, was ihre Songs so zeitlos schön macht. Zugegeben, es klingt stellenweise immer noch danach, dass da eine Deutsche auf Englisch singt, aber wirklich nur stellenweise (was man von ihrem Düsseldorfer Nachbar Ralf Hütter nicht sagen kann, der klingt nämlich immer so), und wenn überhaupt, trägt das höchstens zu ihrer persönlichen Note bei – und solange dabei so atmosphärisch dichte, schöne Songs bei rauskommen, soll’s ohnehin egal sein. Wenn man denn schon unbedingt irgendetwas an „Where Else …“ aussetzen will, was nicht so leicht ist, dann könnte man sich allenfalls darüber beschweren, dass das Album insgesamt etwas zu ruhig und entspannt geraten ist. „Nevermind“ kommt da schon mit etwas mehr Tempo daher, ebenso „Moon song“, aber nur „Letting go“ gibt richtig Gas, und nachdem man den Track gehört hat, da wünscht man sich wirklich, dass die Auswahl etwas gemischter ausgefallen wäre. Aber man kann nicht alles haben, und vielleicht folgt ja demnächst ein neues Album, bei dem das Verhältnis dann umgedreht ist. Aber bitte nicht erst wieder in 22 Monaten!

P.S. Wer sich nach dieser Rezension fragen sollte, ob ich Rihanna inzwischen mag… die Antwort ist „NEIN“ (und die Erklärung dazu findet sich in der Rezension zu „The Lost Are Found“).

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