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CODE 64 - Accelerate EP

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Artist CODE 64
Title Accelerate EP
Homepage CODE 64
Label PROGRESS PRODUCTIONS
Leserbewertung
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5.9/10 (8 Bewertungen)

Einer der besten Synthpop-Acts der letzten Jahre, der mir sehr markant im Gedächtnis geblieben ist, meldet sich endlich mit einer Vorab-EP zum noch folgenden Album zurück, und somit freut es mich besonders, meine Meinung zu „Accelerate“ kund zu tun.

Die hervorstechendsten Merkmale der Schweden waren die eingängigen Melodien und kreativen Arrangements, die sie zu einem Szene-Pop-Unikum katapultierten und durchgängig von fast jedem gemocht wurden. Was ist davon im Jahre 2013 übrig geblieben? Dies ist für mich ein wenig schwer zu beschreiben, denn der Titeltrack als Radio Edit erinnert mich mehr an viele andere Bands als an CODE 64 „persönlich“. Der Track an sich ist sehr gefällig, hat aber auch keine besonders herausragenden Eigenschaften, ein seichter tanzbarer „Weiberelectro“-Song, irgendwo zwischen früheren APOPTYGMA BERZERK und FUNKER VOGT anzusiedeln. Wobei das schönste daran noch der tolle Gesang ist, wenn nicht gerade versucht wird, Hellectro-like zu grunzen. Witzigerweise stammt der nächste Remix eben von jenen APOPTYGMA in Kombination mit OK MINUS, das Ergebnis ist eine Art Minimal-Nummer im Stile von FAILIGHT CHILDREN (Nebenprojekt von AB), was dem Song viel besser steht und die Vorzüge besser herausarbeitet, das Ding dürfte meiner Meinung nach viel mehr Anklang auf der Tanzfläche finden als das Original. Mit dem instrumentalen „SD Sequence“ geht es vom Stil her genau in die gleiche Richtung wie „Accelerate“, nur ohne Gesang. Einfaches „4 to the floor“ ohne großen Aha-Effekt und mit einer kleinen Affinität zum Dance-Techno, was dann von HENRIK BÄCKSTRÖM in einem weiteren Techno-Remix des Hauptsongs weiter gesponnen wird. Als Krönung erfolgt am Schluss noch eine Cover-Version von einem alten U96 Lied, was irgendwie an dieser Stelle auch niemanden mehr verwundert, aber mich alten Sack dann doch recht erfreut, denn das Original fand ich damals schon sehr gut und hat für mich nichts an Genialität verloren. Für meinen Geschmack konnten C64 das Original sogar noch leicht toppen und damit die Mittelmäßigkeit der EP etwas „revidieren“.

Trotzdem finde ich die EP im Gegensatz zum damaligen Vorboten „Masquerade“ sehr viel schwächer, der „Vorschau-Track“ und die Remixe sind dürftig, und selbst die B-Seiten-Titel machen nicht gerade Lust auf mehr. Mein persönlicher Rat, holt euch den „APOPTYGMA BERZERK vs. OK MINUS Remix“ und das Cover „Love Sees No Colour“ als Download, die Sachen sind wenigstens nachhaltig gut und der Originalsong wird eh auf dem Album drauf sein!

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