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<CODE> - MUT

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Artist <CODE>
Title MUT
Homepage <CODE>
Label AGONIA RECORDS
Leserbewertung
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9.0/10 (1 Bewertungen)

Schon zu „Resplendent Grotesque“-Zeiten war mir sofort klar, dass die englisch/ skandinavische Koproduktion < CODE > etwas besonderes erschaffen hat. Die Kombination von so illustren Musikern wie Aort (Gitarre), Kvhost (Vocals, DODHEIMSGARD, VOID), Vicotnik (Bass, DODHEIMSGARD) und Adrian Erlandsson (Drums, AT THE GATES, PARADISE LOST) sprengte die Ketten des Black Metals und ergänzte die old schooligen Parts mit tiefgehenden, nachdenklich-atmosphärischen Facetten, was zusammen einen Meilenstein des Avantgarde Black Metal heraufbeschwor.

Als ich nun gut 6 Jahre später – „Augur Nox“ (2013) ging leider an mir vorbei – „MUT“ in den Player lege, musste ich erstmal schauen, ob es sich auch um dieselbe Band handelt. Nun ja, Aort ist weiterhin der Chef, aber alles andere wurde vor „Augur Nox“ neu aufgesetzt. Immerhin scheint sich die Band nun gefunden zu haben, denn ohne ein funktionierendes Kollektiv sind solch vielschichtigen Songs nicht drin. So haben sie die Briten nun komplett vom Black Metal verabschiedet und spielen eher in der Region von VED BUENS ENDE, OPETH oder sogar MUSE mit. Ja, richtig gehört! Zu finden sind melancholisch-verträumte Melodien, vertrackte Rifffolgen, proggig angelegte Basslines und Drum-Parts sowie die mitreißend emotionale Stimme, die eine interessante, spannende und zuweilen auch tragische Geschichte erzählt. Das alles macht „MUT“ zu einem Album, welches den Hörer so gefangen nimmt, dass man das Gefühl hat, für Stunden zu entschweben und nicht nur gerade mal 36 Minuten. Denn länger geht das neue Werk von < CODE > nicht, unglaublich aber wahr!

Verbindungen zur Black Metal-Vergangenheit sucht man bei den neuen Songs wie gesagt vergebens, mal ein energischer Scream oder ein verzerrtes Riff stellt da noch keine Referenz an alte Zeiten dar. Die Band macht es dem Hörer wieder nicht einfach und so gar nicht kann man hier einen Anspieltipp aussuchen. Jeder Song klingt anders und funktioniert auch für sich, verrät sein ganzes Potenzial aber erst dann, wenn man noch vom vorherigen Track gefangen ist. So rät es sich, dieses Album in Gänze zu genießen und sich von den Stücken einfach in einer andere Dimension tragen zu lassen!

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