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CODY - Songs

VN:F [1.9.22_1171]
Artist CODY
Title Songs
Homepage CODY
Label DIVINE RECORDS
Leserbewertung
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9.0/10 (2 Bewertungen)

Da hat sich doch mal jemand auf das Wesentliche beschränkt. Der erste Longplayer der dänischen Alternativ-Folk-Rocker hört ganz einfach auf den Namen „Songs“ und stapelt damit ganz schön tief. Sänger und Texter Kasper Kaae hätte die Platte ohne Übertreibung auch „Great Songs“ oder „Wonderful Songs“ nennen können, aber CODY üben sich offensichtlich lieber in Bescheidenheit.

Das gilt durchaus auch für den Sound der elf Nummern, die mit einer sparsamen Instrumentierung auskommen, trotzdem jedoch nichts an Intensität zu wünschen übrig lassen. 2004 als Ein-Mann-Projekt gestartet, ist CODY inzwischen zum Septett angewachsen, das für die Aufnahmen zu „Songs“ noch um fünf weitere Musiker ergänzt wurde. Gemeinsam haben die Dänen überaus entspannte Lieder eingespielt, welche die verschiedensten Country- Folk- und Singer-/ Songwriter-Einflüsse vereinen. Beim Opener „Remember When“ beginnt das Ganze mit einer einsamen Mundharmonika, bevor der Gesang und zarte Gitarrenklänge einsetzen, die beim folgenden „Down In The Dark“ den ersten Höhepunkt der Langrille einläuten. Der Track ist einfach zum Niederknien schön, da hat es das vergleichsweise treibende „Ever Go“ schwer hinterherzukommen, vielleicht nehmen CODY deshalb beim wehmütigen „I Want You“ das Tempo gleich wieder raus und bleiben auch beim betörenden „The Light“ und dem warmen „A Crime“ im Slow-Motion-Modus. Wie bereits zu „The Light“ finden sich in „Catch The Straw“ weibliche Gesangsparts, die den Liedern einen eigenen Zauber verleihen, ehe „What You Saw, What You See“ einen weiteren Meilenstein in Sachen emotionsgeladenen Songwritings setzt. Im Midtempo spielen sich CODY auf „Another Year“ mit perfekten Melodien direkt ins Herz eines jeden melancholischen Großstadtcowboys mit Indie-Neigungen. Mit „What’s Behind“ wird es erneut ruhiger und in diesem Sinne beschließt dann auch „Your Window“ das abwechsungsreiche Album.

„Songs“ ist eine im besten Sinne unaufgeregte Scheibe, die einfach nur schöne Musik für entspannte Stunden präsentiert. Das Ergebnis ist ein fesselnder Mix aus Anti-Folk, Folk-Pop, Indie-Rock und Alternative-Country, der sehnsuchtsvolle Einsamkeit ohne das übliche Lagerfeuerknistern in Marlboro County musikalisch umsetzt, gleichzeitig jedoch nicht auf den romantischen Sternenhimmel verzichtet.

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