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COILGUNS - Watchwinders

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Artist COILGUNS
Title Watchwinders
Homepage COILGUNS
Label HUMMUS RECORDS
Leserbewertung
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10.0/10 (1 Bewertungen)

Wenn es noch eine Band gebraucht hat, um der Welt zu beweisen, dass es in der Schweiz nicht nur beschaulich zugeht, so ist sie mit COILGUNS gefunden. „Loud music with guitars“ nennen Louis Jucker (Vocals, Noises & Gitarre), Jona Nido (Gitarre), Luc Hess (Drums) und Donatien Thiévent (Synthies, Backing Vocals & Percussions) ihre musikalische Nische und in der Tat ist „Watchwinders“ wohl das bisher lauteste Album der Eidgenossen.

Dabei tickt der autarke Riffing-Motor der Kapelle so verlässlich wie ein Schweizer Uhrwerk, lautstark unterstützt von zu tief gestimmten Langäxten, knorrigen Synthies und obsessiven Drumbeats, die wiederum von exzentrischem Gesang komplettiert werden. Dabei ist das, was wie roher Lärm und chaotischer Punk klingt, sorgsam komponiert worden. Einen Monat lang waren COILGUNS allein im Studio eingesperrt und haben insgesamt zwölf Songs entstehen lassen. Das ist zweifellos nichts für zarte Gemüter und es dauert auch bis Track 5 bis die Herrschaften mal einen Gang zurückschalten. „The Growing Block View“ ist so etwas wie ein dystopisches Durchschnaufen, ehe es mit der zweiten Hälfte und „Prioress“ wieder grummelnd und schreiend in die Vollen geht. Derweil zerrt „The Morning Shower (Ten Tips To Improve Yourself)“ in elegischer Langsamkeit an des Hörers Nerven, um sich schließlich im wüsten „A Mirror Bias“ zu entladen. Auf der Zielgeraden versetzen COILGUNS ihre Hörer mit „Periscope“ ein letztes Mal in trügerische Sicherheit, denn was hier unheilvoll vor sich hin schwelt, wird mit Sicherheit zumindest live in einem eruptiven Noise-Gewitter enden.

Seit 2011 gibt es COILGUNS und sie haben sich seither auf die Fahnen geschrieben, ihre Mucke im DIY-Verfahren unters Volk zu bringen. Da hilft es natürlich, dass Kollege Nido mit Hummus Records über ein eigenes Label verfügt. Aufgenommen werden die Songs stets live und ungeschnitten – meist werden sie wie bei „Watchwinders“ sogar vor Ort geschrieben! Bis auf Donatien Thiévent haben im Übrigen alle Herren auch bereits bei der deutschen Post-Metal-Combo THE OCEAN gespielt.

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